Salvia rosmarinus 'Prostratus'
Kriechender Rosmarin
Volksnamen: Hängerosmarin, Polster-Rosmarin
Foto: Miguel Angel Masegosa Martínez · CC BY 2.0 · Quelle
Beschreibung
Der Kriechende Rosmarin der Sorte ‚Prostratus’ wächst flach und überhängend statt aufrecht und eignet sich darum wunderbar für Mauerkronen, Kübelränder und sonnige Hänge. Die nadeligen Blätter sind genauso aromatisch wie beim aufrechten Rosmarin und würzen Ofengemüse, Kartoffeln und Schmorgerichte.
Pflegehinweise
Pflanze den Kriechenden Rosmarin in mageren, durchlässigen, kalkhaltigen Boden an die vollsonnigste Stelle und gieße nur sparsam, denn er hasst nasse Füße. Ernte die Triebe ganzjährig nach Bedarf. Diese Sorte ist etwas frostempfindlicher als aufrechte Typen, überwintere ihn im Kübel hell und kühl oder schütze ausgepflanzte Polster mit Reisig und Vlies.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, durchlässig, kalkliebend, mager, trocken
Pflanz ihn in sandigen, sehr gut durchlässigen Boden ohne Staunässe — schweren Lehm verbesserst du kräftig mit grobem Sand oder Kies. Magere, kalkhaltige Böden sind ideal; zu viel Nährstoff und Feuchtigkeit schaden Aroma und Wurzel, weshalb er sich auf Trockenmauern, Hängen und Steingärten am wohlsten fühlt.
Düngung
Schwachzehrer
Monate
Mär–Apr
Arbeite im Frühjahr (März/April) eine dünne Schicht reifen Kompost flach um die Pflanze ein, bei Bedarf mit etwas Hornspänen für mehr Wuchs. Mehr braucht er im Jahr nicht — zu viele Nährstoffe schwächen das Aroma und fördern weiches, frostanfälliges Triebwachstum. Ab August verzichtest du komplett auf Düngung, damit die Triebe vor dem Winter ausreifen.
Überwinterung
Kriechender Rosmarin ist nur bedingt winterhart (etwa bis -6 bis -12 °C) und übersteht strenge Tieflandwinter im Beet nicht zuverlässig: Pflanze ihn windgeschützt und sonnig mit guter Drainage, decke den Wurzelbereich vor dem ersten Frost mit Reisig, Laub oder Vlies ab und vermeide Staunässe. Sicherer überwinterst du ihn im Kübel hell, kühl und frostfrei (Garage, Treppenhaus), gießt nur sparsam und gewöhnst ihn ab März wieder ans Freie.
Vermehrung
Methoden
- Stecklinge
- Absenker
Kriechenden Rosmarin vermehrst du am zuverlässigsten durch Stecklinge oder Absenker – beide Methoden liefern sortenechte Pflanzen.
Stecklinge (spätes Frühjahr bis Frühsommer, alternativ August/September): Am besten gelingen Kopfstecklinge von noch weichen, nicht voll verholzten Triebspitzen im späten Frühjahr/Frühsommer – diese bewurzeln am schnellsten. Im Spätsommer (August/September) verwendest du halbverholzte Triebspitzen. Schneide 10–15 cm lange Triebe ohne Blüten. Entferne die unteren Nadeln, sodass ein etwa 3–4 cm langer nackter Stängel bleibt, und stecke ihn 5 cm tief in magere, gut durchlässige Anzuchterde. Vermeide voll verholzte alte Triebe – die bewurzeln kaum. Stelle den Topf hell und warm, aber nicht in pralle Mittagssonne – besonders die kriechende Sorte verliert durch Wind und direkte Sonne schnell Feuchtigkeit, bevor Wurzeln entstehen. Halte die Erde gleichmäßig leicht feucht, aber nie nass: Staunässe lässt die Stecklinge schnell faulen. Nach vier bis sechs Wochen sind meist die ersten Wurzeln gebildet; erst dann ins Freiland oder einen größeren Topf umtopfen. Nie während der Blüte schneiden.
Absenker (Frühjahr bis Sommer): Da 'Prostratus' von Natur aus lange, niedrig wachsende Triebe bildet, eignet sich die Absenker-Methode besonders gut. Biege einen flexiblen Trieb auf den Boden, fixiere ihn mit einem Stein oder Haken und bedecke den Mittelabschnitt mit etwa 3–5 cm Erde, während die Triebspitze frei bleibt. Halte die Stelle feucht. Sind nach einigen Wochen bis Monaten Wurzeln gebildet, trenne den Absenker vom Mutterstück und pflanze ihn eigenständig ein.
Aussaat: Zwar sind Rosmarin-Samen grundsätzlich keimfähig (allerdings langsam und mit niedriger Keimrate), für 'Prostratus' jedoch nicht empfehlenswert – Sorteneigenschaften (kriechende Wuchsform, Aroma) werden bei der Aussaat nicht zuverlässig weitergegeben.
Teilung: Bei diesem verholzenden Halbstrauch nicht praktikabel – die Basis ist zu holzig für eine saubere Wurzelteilung.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
besonders bewährtBasilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.
Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Kreuzblütler (Brassicaceae)
Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.
Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Erfahrungen aus echten Gärten
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