Cucurbita pepo var. ovifera
Zierkürbis
Volksnamen: Dekokürbis
Foto: Public Domain · Quelle
Beschreibung
Der Zierkürbis ist die rankende Deko-Variante des Gartenkürbis mit kleinen, oft bunt gemusterten und warzigen Früchten. Er ist nicht zum Essen gedacht, viele Sorten enthalten Bitterstoffe (Cucurbitacine) und sind ungenießbar bis giftig. Als Herbstschmuck für Tisch und Türkranz hält er sich monatelang.
Pflegehinweise
Säe ab Mai direkt ins Beet oder ziehe ab April vor und setze die Pflanzen an einen sonnigen Zaun oder ein Spalier, an dem sie ranken können. Gieße bei Trockenheit an die Wurzel und lass die Früchte bis zur vollen Ausfärbung im Oktober ausreifen. Schneide sie mit einem Stielrest ab, dann trocknen und halten sie über den Winter.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, lehmig, durchlässig, nährstoffreich
Gib dem Zierkürbis einen lockeren, tiefgründigen und humusreichen Boden, der Feuchtigkeit speichert, aber keine Staunässe bildet. Schwere, verdichtete Böden vermeidest du, weil sie Wurzelfäule begünstigen; vor der Pflanzung das Beet auflockern und reichlich reifen Kompost einarbeiten.
Düngung
Starkzehrer
Monate
Apr–Jul
Arbeite im Frühjahr vor der Pflanzung reifen Kompost ein und harke etwas Hornspäne flach unter – das sichert die Grundversorgung über die Saison. Als Starkzehrer freut sich der Zierkürbis ab der Hauptwachstumszeit über gelegentliche Gaben verdünnter Pflanzenjauche oder Komposttee. Zur Blüte und zum Fruchtansatz hin kannst du etwas kräftiger versorgen, die stickstoffbetonte Düngung danach aber zurücknehmen, damit sich die Früchte gut ausbilden.
Überwinterung
Zierkürbis ist einjährig und stirbt nach dem ersten Frost ab – die Pflanze selbst überwintert nicht. Ernte die Früchte vollreif vor echtem Frost (sie halten dann als Deko monatelang), entnimm bei Bedarf Samen aus vollreifen Früchten und trockne sie luftig im Schatten, um im nächsten Frühjahr ab März/April auf der Fensterbank vorzuziehen.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
Zierkürbis ist ein einjähriges Kürbisgewächs und wird ausschließlich über Samen vermehrt — die Pflanze stirbt nach der Samenreife ab, vegetative Methoden wie Stecklinge, Teilung oder Absenker funktionieren bei ihr nicht. Für eine Vorkultur legst du ab Mitte April je 2–3 Samen flach in kleine Töpfe mit Anzuchterde und stellst sie hell und warm bei 20–22 °C auf; die Keimung erfolgt dann meist innerhalb von 1–2 Wochen. Direktsaat ins Freiland ist ab Mitte Mai möglich, sobald keine Nachtfröste mehr drohen und der Boden mindestens 12 °C erreicht hat; dabei drückst du die Samen etwa 2–3 cm tief in die Erde. Vorgezogene Jungpflanzen setzt du nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ins Beet, anfangs noch mit Vliesschutz. Möchtest du Samen selbst gewinnen, beachte: Zierkürbis gehört zur Art Cucurbita pepo und verkreuzt sich leicht mit anderen pepo-Kürbissen (auch Speisekürbissen und Zucchini) in Bienenflug-Reichweite. Solche Kreuzungen zeigen sich nicht in der diesjährigen Frucht, sondern erst in den daraus gezogenen Nachkommen — dort kann der Bitterstoff-Gehalt erhöht sein, was die Früchte ungenießbar bis unverträglich macht. Halte deshalb großen Abstand zu anderen pepo-Kürbissen oder arbeite mit kontrollierter Handbestäubung: Verschließe eine weibliche Blüte vor dem Öffnen mit einem Band oder Stoffsäckchen, bestäube sie am Öffnungsmorgen von Hand mit einer männlichen Blüte derselben Sorte, indem du die Narbe sanft mit den Staubgefäßen betupfst, und verschließe und markiere die Blüte danach wieder.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.
Zum Beispiel ErbseStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohne und 30 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lieber nicht
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Kartoffel und Gurke teilen sich Krankheitserreger wie die Kraut- und Braunfäule und stehen sich als Starkzehrer im Weg.
Zum Beispiel TomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeereChili und 8 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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