Phaseolus lunatus
Limabohne
Volksnamen: Mondbohne, Butterbohne, Madagaskarbohne
Beschreibung
Die Limabohne trägt ihren Namen nach der peruanischen Hauptstadt und bildet große, flache, mondsichelförmige Kerne mit buttrig-milder Textur. Sie liebt Wärme und braucht eine lange Saison, weshalb sie im DACH-Garten einen geschützten, vollsonnigen Platz verlangt. Roh enthält sie Blausäure-Vorstufen und muss daher gut durchgekocht werden.
Pflegehinweise
Ziehe die Samen ab Mai im warmen Topf vor und pflanze die Kletterform ab Mitte Mai an ein hohes Rankgerüst an den wärmsten Platz im Garten. Halte den Boden gleichmäßig feucht und windgeschützt. Ernte die Hülsen für Frischbohnen prall, wenn sich die Kerne abzeichnen, oder lass sie für die großen Trockenbohnen voll ausreifen und nachtrocknen.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, durchlässig, lehmig, nährstoffreich
Limabohnen wollen einen lockeren, tiefgründigen Boden, der Wasser gut abführt — Staunässe verträgt die Pflanze nicht und führt zu Wurzelfäule. Am besten wächst sie in humosem, leicht lehmigem Gartenboden mit guter Struktur; ein mäßig nährstoffreicher Boden reicht aus, denn sehr fetter Boden fördert Laub auf Kosten der Hülsen.
Hülsenfrüchte sammeln über Knöllchenbakterien Stickstoff und sind ideale Vorfrucht für Starkzehrer — selbst brauchen sie rund 4 Jahre Pause am gleichen Platz.
Düngung
Schwachzehrer
Als Hülsenfrucht lebt die Limabohne mit stickstoffsammelnden Knöllchenbakterien zusammen und versorgt sich weitgehend selbst — eine Stickstoffdüngung ist unnötig und stört sogar die Knöllchenbildung. Arbeite im Frühjahr vor der Aussaat reifen Kompost flach ein, das verbessert die Bodenstruktur und liefert genug Nährstoffe. Während der Wachstumsphase sind keine weiteren Düngegaben nötig.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Kreuzblütler (Brassicaceae)
besonders bewährtHülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.
Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Doldenblütler (Apiaceae)
Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.
Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)
Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.
Zum Beispiel ZucchiniEinlegegurkeButternutHokkaidoPatissonSpaghettikürbis und 12 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lieber nicht
Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
besonders bewährtLauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.
Zum Beispiel SchnittlauchNarzisseRocamboleElefantenknoblauchRote ZwiebelSchalotte und 9 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Krankheiten & Schädlinge
1 relevantAus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten. Erkennen und Vorbeugen stehen ausführlich im Lexikon.
Uromyces appendiculatus
Bohnenrost ist eine Pilzkrankheit, die vor allem im Hochsommer an Busch-, Stangen- und Feuerbohnen auftritt.
Mehr zu BohnenrostErfahrungen aus echten Gärten
Was andere Gärtner zu dieser Sorte aufgeschrieben haben, anonym und freiwillig.
Noch keine Erfahrungen geteilt. Bist du die erste, die etwas notiert?
