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Phaseolus lunatus

Limabohne

Volksnamen: Mondbohne, Butterbohne, Madagaskarbohne

Limabohne

Foto: Howard F. Schwartz, Colorado State University, Bugwood.org · CC BY 3.0 · Quelle

Beschreibung

Die Limabohne trägt ihren Namen nach der peruanischen Hauptstadt und bildet große, flache, mondsichelförmige Kerne mit buttrig-milder Textur. Sie liebt Wärme und braucht eine lange Saison, weshalb sie im DACH-Garten einen geschützten, vollsonnigen Platz verlangt. Roh enthält sie Blausäure-Vorstufen und muss daher gut durchgekocht werden.

Pflegehinweise

Ziehe die Samen ab Mai im warmen Topf vor und pflanze die Kletterform ab Mitte Mai an ein hohes Rankgerüst an den wärmsten Platz im Garten. Halte den Boden gleichmäßig feucht und windgeschützt. Ernte die Hülsen für Frischbohnen prall, wenn sich die Kerne abzeichnen, oder lass sie für die großen Trockenbohnen voll ausreifen und nachtrocknen.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–6.88.0

Bodenart

humos, durchlässig, lehmig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeHülsenfrüchte
WasserbedarfMittel

Limabohnen wollen einen lockeren, tiefgründigen Boden, der Wasser gut abführt — Staunässe verträgt die Pflanze nicht und führt zu Wurzelfäule. Am besten wächst sie in humosem, leicht lehmigem Gartenboden mit guter Struktur; ein mäßig nährstoffreicher Boden reicht aus, denn sehr fetter Boden fördert Laub auf Kosten der Hülsen.

Hülsenfrüchte sammeln über Knöllchenbakterien Stickstoff und sind ideale Vorfrucht für Starkzehrer — selbst brauchen sie rund 4 Jahre Pause am gleichen Platz.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Apr–Mai

Als Hülsenfrucht lebt die Limabohne mit stickstoffsammelnden Knöllchenbakterien zusammen und versorgt sich weitgehend selbst — eine Stickstoffdüngung ist unnötig und stört sogar die Knöllchenbildung. Arbeite im Frühjahr vor der Aussaat reifen Kompost flach ein, das verbessert die Bodenstruktur und liefert genug Nährstoffe. Während der Wachstumsphase sind keine weiteren Düngegaben nötig.

Überwinterung

Die Limabohne ist eine einjährige Wärmepflanze und stirbt mit dem ersten Frost ab — die Pflanze selbst überwinterst du nicht. Ernte reife Hülsen vor dem ersten Herbstfrost, lass die Samen luftig und trocken nachreifen und bewahre sie kühl in Papiertüten auf, um sie nach den Eisheiligen Mitte Mai neu auszusäen.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Die Limabohne vermehrst du ausschließlich über Samen — vegetative Methoden sind bei dieser einjährigen Hülsenfrucht nicht praxisrelevant. Direkt ins Freiland säst du erst nach den Eisheiligen (ab Mitte Mai), wenn der Boden ausreichend warm ist und keine Nachtfröste mehr drohen. Da die Limabohne deutlich wärmebedürftiger ist als die gewöhnliche Gartenbohne, lohnt sich in DACH-Lagen mit kurzen Sommern eine Vorkultur ab Ende April im Haus oder Gewächshaus: Leg je ein Korn 2–3 cm tief in Einzeltöpfe (8–10 cm) und stelle sie warm (ideal 22–25 °C). Die Keimung erfolgt binnen 7–10 Tagen. Stangensorten im Freiland setzt du mit 6–8 Körnern je Stange, Reihenabstand 100–120 cm, Abstand in der Reihe 40–50 cm. Willst du eigenes Saatgut gewinnen, lass einige Hülsen vollständig an der Pflanze ausreifen und braun werden, bis die Schoten rascheln — die Samen dann herauslösen, nachtrocknen und kühl-trocken lagern. So bleibt die Sorte bei genügend räumlichem Abstand zu anderen Phaseolus-Arten weitgehend sortenecht.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Kreuzblütler (Brassicaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.

Zum Beispiel ZucchiniEinlegegurkeButternutHokkaidoPatissonSpaghettikürbis und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel SchnittlauchNarzisseRocamboleElefantenknoblauchRote ZwiebelSchalotte und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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