Cucumis melo
Zuckermelone
Volksnamen: Honigmelone, Cantaloupe
Foto: Forest & Kim Starr · CC BY 3.0 · Quelle
Beschreibung
Die Zuckermelone ist eine wärmebedürftige Verwandte der Gurke, deren süßes, duftendes Fruchtfleisch im Hochsommer reift. In unseren Breiten gelingt sie am besten im Gewächshaus, im Frühbeet oder an einer warmen Hauswand. Bewährte Freiland-Sorten sind die früh reifende ‚Petit Gris de Rennes’ und ‚Sweetheart’.
Pflegehinweise
Ziehe sie ab April warm vor und pflanze sie erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai · KW 20) an den wärmsten Platz im Garten mit reichlich Kompost. Gieße gleichmäßig an die Wurzel, reduziere aber zur Reife hin das Wasser, damit die Früchte süß werden. Lege reifende Melonen auf ein Brett oder Stroh, damit sie nicht von unten faulen, reif sind sie, wenn sie am Stielansatz duften und leicht ablösen.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich
Gib der Melone einen humusreichen, sandig-lehmigen Boden, der gut durchlässig ist und keine Staunässe bildet. Schwere Tonböden und reine Sandböden vor dem Pflanzen großzügig mit reifem Kompost verbessern — das lockert, verbessert die Drainage und hilft, Feuchtigkeit zu halten. Wähle einen warmen, windgeschützten Platz in voller Sonne; ein sich rasch erwärmender Boden ist ideal.
Kürbisgewächse (Gurke, Kürbis, Zucchini) sind starkzehrend — gib ihnen viel Kompost und etwa 4 Jahre Pause am selben Beet.
Düngung
Starkzehrer
Monate
Apr–Aug
Arbeite im Frühjahr vor dem Auspflanzen reifen Kompost und etwas Hornspäne flach in das Beet ein, um die Grundversorgung sicherzustellen. Nach dem Anwachsen ab Juni mit verrottetem Mist oder Kompost nachversorgen. Zur Blüte und Fruchtbildung im Hochsommer auf kaliumbetonte organische Versorgung umstellen, etwa mit Beinwell- oder Brennnesseljauche, das fördert die Zuckerbildung. Vermeide einen Stickstoffüberschuss in der Fruchtreife — er treibt das Blattwerk und führt zu wässrigen Früchten.
Überwinterung
Die Zuckermelone ist einjährig — sie stirbt beim ersten Frost ab und wird jedes Jahr neu ausgesät. Zieh sie ab Mitte April auf der Fensterbank vor und pflanze sie erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai · KW 20) aus, denn Kälte verträgt sie nicht; eigene Samen kannst du kühl und trocken bis zur nächsten Saison aufbewahren.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
Zuckermelonen vermehrst du im Hausgarten ausschließlich durch Aussaat — als einjährige Frucht stirbt die Pflanze nach der Ernte ab, Stecklinge oder Teilung lohnen sich nicht. Säe ab Mitte April im Haus vor: Pro kleinem Anzuchttopf (7–9 cm) legst du 1–2 Samen etwa 1–2 cm tief in Anzuchterde und hältst es dauerhaft warm bei 22–28 °C — ein Fensterplatz über der Heizung oder eine Anzuchtmatte hilft. Tipp: Weiche die Samen über Nacht in lauwarmem Wasser ein, das erleichtert das Keimen. Die Keimung dauert etwa 7–14 Tage. Halte die Jungpflanzen danach bei mindestens 18–20 °C — unter 16 °C wird das Wachstum dauerhaft gehemmt. Härte sie rund zwei Wochen vor dem Auspflanzen ab, indem du sie tagsüber geschützt nach draußen stellst. Ins Gewächshaus oder unter Folientunnel dürfen die Pflanzen ab Ende April/Anfang Mai, ins geschützte Freiland erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai), wenn keine einstelligen Nachttemperaturen mehr drohen. Wähle frühreife, fürs mitteleuropäische Klima geeignete Sorten. Möchtest du eigenes Saatgut gewinnen, lass eine vollreife Frucht nachreifen, entnimm die Kerne, wasche und trockne sie gründlich. Wichtig: Nur aus samenfesten (Open-Pollinated) Sorten bekommst du sortenechten, lager- und keimfähigen Nachbau — Samen aus F1-Hybriden fallen uneinheitlich aus und lohnen die Aufzucht nicht. Da Kürbisgewächse Fremdbestäuber sind, solltest du für sortenreines Saatgut nur eine Melonensorte blühen lassen (mit Gurken oder Kürbis kreuzt sich die Zuckermelone allerdings nicht).
Mischkultur
Gute Nachbarn
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.
Zum Beispiel ErbseStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohne und 30 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lieber nicht
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Kartoffel und Gurke teilen sich Krankheitserreger wie die Kraut- und Braunfäule und stehen sich als Starkzehrer im Weg.
Zum Beispiel TomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeereChili und 8 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Erfahrungen aus echten Gärten
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