Citrullus lanatus
Wassermelone
Volksnamen: Arbuse
Beschreibung
Die Wassermelone ist die durstlöschende Sommerfrucht schlechthin, mit knackig-saftigem, meist rotem Fruchtfleisch. Sie braucht viel Wärme, einen langen Sommer und reichlich Platz zum Ranken, im Gewächshaus oder an einer geschützten Südwand gelingt sie auch bei uns. Kompaktere Sorten wie ‚Sugar Baby’ reifen am ehesten im Freiland.
Pflegehinweise
Ziehe sie ab April warm bei mindestens 22 °C vor und pflanze sie nach den Eisheiligen (Mitte Mai · KW 20) an den heißesten Platz mit tiefgründigem, nährstoffreichem Boden. Gieße in der Wachstumsphase großzügig, stelle das Gießen aber kurz vor der Reife fast ein, damit das Fruchtfleisch süß bleibt. Reif ist sie, wenn die Ranke am Stielansatz vertrocknet und es beim Klopfen dumpf klingt.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, humos, durchlässig, nährstoffreich
Wassermelonen brauchen einen lockeren, sandig-humosen und gut durchlaessigen Boden — schwere, staunasse Lehmboeden fuehren schnell zu Wurzelfaeule. Arbeite das Beet vor dem Pflanzen grosszuegig mit reifem Kompost ein; im Kuebel ein lockeres, gut drainiertes Substrat mit Drainageschicht am Topfboden verwenden.
Kürbisgewächse (Gurke, Kürbis, Zucchini) sind starkzehrend — gib ihnen viel Kompost und etwa 4 Jahre Pause am selben Beet.
Düngung
Starkzehrer
Monate
Apr–Aug
Bereite das Beet im Fruehjahr mit reichlich reifem Kompost und Hornspaenen vor und arbeite sie flach ein — das versorgt die Pflanze langsam ueber die Saison. Beim Auspflanzen nach den Eisheiligen nochmals etwas Kompost in die Pflanzgrube geben. Waehrend der Wachstums- und Fruchtphase (Juni bis August) regelmaessig mit organischem Fluessigduenger wie Brennnesseljauche oder verrottetem Mist nachduengen; ab Fruchtreife die Duengung einstellen, damit die Pflanze in die Fruechte statt ins Laub investiert.
Überwinterung
Wassermelone ist einjährig und stirbt mit dem ersten Frost ab — überwintern lässt sie sich nicht, nur das Saatgut. Nimm dafür Kerne aus vollreifen Früchten, trockne sie gut und lager sie trocken-kühl; ziehe sie ab März/April auf der Fensterbank vor und pflanze sie erst nach den Eisheiligen aus.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
Wassermelonen vermehrst du im Hausgarten ausschließlich durch Aussaat. Stecklinge sind theoretisch denkbar, aber so unzuverlässig, dass sie sich nicht lohnen. Zieh die Samen ab Mitte bis Ende April im Haus vor: Steck je einen Samen etwa 1–2 cm tief in einzelne Anzuchttöpfe mit nährstoffreichem Substrat. Für eine zügige Keimung (rund 5–10 Tage) brauchst du es warm — mindestens 22–24 °C an der Wurzel. Eine helle Fensterbank über der Heizung oder ein Mini-Gewächshaus mit Wärmematte hilft dir dabei. Sobald die ersten echten Laubblätter erscheinen, topfst du vorsichtig in größere Gefäße um; die Wurzeln reagieren empfindlich auf Störungen, also halte den Wurzelballen möglichst zusammen. Ins Freiland oder Gewächshaus kommen die Jungpflanzen erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai), wenn keine Fröste mehr drohen und der Boden mindestens 18 °C warm ist; gewöhne sie vorher ein paar Tage langsam an Sonne und Außenluft. Für das DACH-Klima mit kurzen Sommern wählst du am besten frühreife, kleinfruchtige Sorten wie ‚Sugar Baby‘, die auch in kühlen Jahren noch ausreifen. Eigenes Saatgut kannst du im Herbst aus vollreifen Früchten gewinnen — aber nur von samenfesten Sorten, denn von F1-Hybriden fällt die nächste Generation uneinheitlich aus. Spül die Samen sauber, trockne sie gut und lagere sie kühl und trocken; die Keimfähigkeit lässt nach einigen Jahren spürbar nach, frisches Saatgut keimt am zuverlässigsten.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.
Zum Beispiel ErbseStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohne und 30 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lieber nicht
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Kartoffel und Gurke teilen sich Krankheitserreger wie die Kraut- und Braunfäule und stehen sich als Starkzehrer im Weg.
Zum Beispiel TomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeereChili und 8 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Erfahrungen aus echten Gärten
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