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Cucurbita maxima 'Hokkaido'

Hokkaido

Volksnamen: Hokkaido-Kürbis, Roter Hokkaido

Hokkaido

Foto: Francisco Manuel Blanco (1778 – 1845) (O.S.A.) · Public Domain · Quelle

Beschreibung

Der Hokkaido ist der beliebteste Speisekürbis im Hausgarten, die orangerote Schale kannst du mitessen, was Suppe und Ofengemüse besonders einfach macht. Sein nussig-kastanienartiges Fleisch und die handliche Größe haben ihn zum Herbstliebling gemacht, und gut ausgereift hält er bis ins neue Jahr.

Pflegehinweise

Ziehe ihn ab April im Haus vor und pflanze ihn nach den Eisheiligen (Mitte Mai · KW 20) an einen sonnigen, nährstoffreichen Platz mit viel Raum zum Ranken. Gieße großzügig direkt an die Wurzel und mulche den Boden, damit er feucht bleibt. Ernte die Früchte vor dem ersten Frost, wenn der Stiel verkorkt ist, und lass sie zwei Wochen warm nachreifen, das verbessert Geschmack und Lagerfähigkeit.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKürbisgewächse
WasserbedarfHoch

Stell deinen Hokkaido an einen vollsonnigen, windgeschützten Platz mit tiefgründigem, lockerem und humusreichem Boden — lehmig-humose, durchlässige Böden, die Feuchtigkeit halten ohne Staunässe, sind ideal. Sehr sandige Böden reicherst du mit reifem Kompost an, schwere Tonböden lockerst du mit Kompost auf.

Kürbisgewächse (Gurke, Kürbis, Zucchini) sind starkzehrend — gib ihnen viel Kompost und etwa 4 Jahre Pause am selben Beet.

Düngung

Starkzehrer

Monate

Mär–Jul

Arbeite schon im Herbst des Vorjahres reifen Kompost oder gut verrotteten Stallmist flach in die Beetfläche ein. Im Frühjahr vor dem Pflanzen gibst du erneut reifen Kompost und Hornspäne ins Pflanzloch. Während der Hauptwachstumsphase im Juni und Juli kannst du mit verdünnter Brennnesseljauche nachdüngen, um die Fruchtbildung zu unterstützen.

Überwinterung

Hokkaido ist einjährig — die Pflanze stirbt nach dem ersten Frost ab und wird nicht überwintert. Ernte die reifen Früchte vor dem ersten Frost, wenn der Stiel verholzt und die Schale hart ist, lagere sie ganz an einem kühlen, trockenen, dunklen Ort, und gewinne aus einer gut gereiften Frucht Samen für die nächste Saison.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Hokkaido vermehrst du ausschließlich über Samen — vegetative Methoden sind bei einjährigen Kürbissen nicht praktikabel. Du hast zwei Wege: Vorkultur ab Anfang April in Anzuchttöpfen (8–10 cm, nährstoffarme Erde, 1–2 cm tief, je 2 Samen pro Topf) bei 20–25 °C an einem hellen, frostfreien Ort — die Keimlinge sind nach etwa einer Woche sichtbar. Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) kommen die Jungpflanzen ins Freiland, mit reichlich Abstand (rund 1,5 m), denn Hokkaido rankt weit. Alternativ säst du direkt ins Beet ab Mitte Mai, ebenfalls 1–2 cm tief. Eigene Samen gewinnst du aus vollreifen Früchten (harte Schale, verholzter Stiel): Frucht aufschneiden, Kerne herauslösen, in einem Sieb unter fließendem Wasser von Fruchtfleisch befreien, auf Küchenpapier ausbreiten und 1–2 Wochen bei Zimmertemperatur trocknen lassen — die Samen sind trocken, wenn sie hart sind und beim Schütteln klappern. Kühl (5–10 °C), dunkel und trocken gelagert bleiben sie mehrere Jahre keimfähig. Achte auf samenfeste Sorten — bei F1-Hybriden fällt die Nachzucht nicht sortentypisch aus. Wichtig für sortenreine Saatgut-Gewinnung: Bau im gleichen Jahr keine anderen Cucurbita-maxima-Sorten (z. B. Riesenkürbis, Buttercup) in der Nähe an, da Bienen innerhalb der Art problemlos kreuzen — mit anderen Kürbisarten wie Zucchini (C. pepo) oder Butternut (C. moschata) kreuzt Hokkaido dagegen nicht. Alternativ bestäubst du gezielt von Hand: morgens eine frisch geöffnete männliche Blüte abzupfen, den Pollen auf die Narbe einer noch geschlossenen, aufgehenden weiblichen Blüte übertragen und diese danach wieder verschließen, damit keine fremden Pollen hinzukommen.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.

Zum Beispiel ErbseBuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbse und 31 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Kartoffel und Gurke teilen sich Krankheitserreger wie die Kraut- und Braunfäule und stehen sich als Starkzehrer im Weg.

Zum Beispiel TomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeereChili und 8 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Erfahrungen aus echten Gärten

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