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Hyssopus officinalis

Ysop

Volksnamen: Bienenkraut, Eisop

Ysop

Beschreibung

Ysop ist ein altes Klosterkraut mit herb-würzigem, leicht bitterem Aroma, das gut zu fettem Fleisch und Hülsenfrüchten passt. Seine blauvioletten Blütenähren ziehen von Juli bis September Bienen und Schmetterlinge magisch an.

Pflegehinweise

Setze Ysop in volle Sonne und durchlässigen, eher kalkhaltigen Boden, Staunässe mag er gar nicht. Gieße nur in langen Trockenphasen sparsam. Schneide den Halbstrauch jedes Frühjahr im März kräftig zurück, dann bleibt er kompakt und treibt dicht durch.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.5–7.58.0

Bodenart

sandig, durchlässig, kalkliebend, mager, trocken

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfNiedrig

Ysop liebt durchlaessige, eher magere und kalkhaltige Boeden, passend zu seiner mediterranen Herkunft. Schwere oder lehmige Boeden lockerst du mit Sand oder Kies auf, denn Staunaesse vertraegt er nicht, vor allem im Winter.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Ysop ist ein Schwachzehrer und braucht kaum Naehrstoffe. Arbeite im Fruehjahr eine duenne Lage reifen Kompost flach um die Pflanze ein, das reicht fuer das ganze Jahr; zu viel Stickstoff schwaecht das Aroma. Im Kuebel reicht ebenfalls etwas reifer Kompost im Fruehjahr, und alle zwei bis drei Jahre erneuerst du das Substrat.

Überwinterung

Ysop ist ein winterharter Halbstrauch und übersteht den DACH-Tiefland-Winter problemlos im Freien ohne Schutz. Schneide ihn im Herbst nach der Blüte leicht zurück, damit er kompakt bleibt; den kräftigen Rückschnitt ins alte Holz machst du erst im Frühjahr nach dem Frost. Kübel-Ysop umwickelst du mit Vlies oder Jute und stellst ihn an eine geschützte Hauswand, da Topfwurzeln stärker durchfrieren als der Gartenboden.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Stecklinge
  • Teilung

Ysop lässt sich auf drei Wegen gut vermehren. Aussaat: Ysop ist ein Lichtkeimer – die Samen nicht mit Erde abdecken, nur leicht andrücken und feucht halten. Vorzucht im Haus ab Mitte März bei rund 18–20 °C; die Keimung braucht Geduld und dauert meist 2–3 Wochen (etwa 14–20 Tage). Ab Mitte Mai ins Freiland auspflanzen, wenn keine Fröste mehr drohen – die Jungpflanzen sind frostempfindlich. Direktsaat draußen frühestens ab Mai. Stecklinge: Im Frühsommer (Mai–Juni) noch nicht verholzte, etwa 8–10 cm lange Triebspitzen schneiden, bevor die Pflanze Blütenknospen ansetzt. Untere Blätter entfernen, in feuchtes Anzuchtsubstrat stecken und mit einer transparenten Haube abdecken, um die Luftfeuchtigkeit hoch zu halten. Bei ca. 20 °C bilden sich nach 2–4 Wochen erste Wurzeln – sichtbar am neuen Austrieb. Teilung: Im Frühjahr oder Herbst ältere, gut eingewachsene Pflanzen ausgraben und mit einem scharfen Spaten in mehrere Stücke teilen. Jedes Teilstück sollte ausreichend Wurzeln mitbekommen. Direkt wieder einpflanzen und gut angießen. Die Teilung verjüngt gleichzeitig die Mutterpflanze und wirkt dem Verholzen entgegen; sie ist besonders bei 3–4 Jahre alten Pflanzen sinnvoll. Hinweis: Da Ysop ein Halbstrauch mit verholzender Basis ist, teilst du am besten jüngere, noch krautige Horste – stark verholzte Altpflanzen lassen sich schwerer teilen. Alternativ funktioniert dann das Absenken eines biegsamen Triebs.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

besonders bewährt

Basilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.

Zum Beispiel KohlrabiGrünkohlBrokkoliBlumenkohlPalmkohlRettich und 32 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lieber nicht

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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