Brassica oleracea var. sabauda
Wirsing
Volksnamen: Wirsingkohl, Welschkohl
Kategorie-BildBeschreibung
Der Wirsing fällt durch seine krausen, blasig gewölbten Blätter auf und ist milder und zarter als Weiß- oder Rotkohl. Die späten Sorten vertragen ordentlich Frost und schmecken nach den ersten kalten Nächten besonders fein — er gehört zu den dankbarsten Wintergemüsen.
Pflegehinweise
Säe gestaffelt von März bis Juni vor und pflanze die Setzlinge mit einer Armlänge Abstand ins humusreiche Beet. Halte den Boden gleichmäßig feucht, schütze die jungen Pflanzen mit einem Netz vor dem Kohlweißling und ernte ab August nach Bedarf — die späten Sorten lässt du ruhig bis in den Dezember stehen.
Mischkultur
Sorten
4 Sorten‚Marner Grüfewi’
Ein samenfester Sommerwirsing für die frühe Ernte ab Hochsommer, wenn andere Wirsingsorten noch lange brauchen. Die runden, mittelgroßen Köpfe bilden eine zarte, hellgrün geblasene Hülle und werden rasch erntereif. Säe ihn ab dem Frühjahr und du hast schon ab Ende Juni feinen jungen Wirsing in der Küche.
Mild und zart, deutlich feiner als die kräftigen Wintersorten. Ideal für leichte Sommergerichte, kurz gedünstet oder als junger Wirsing in der Pfanne.
‚Ormskirk’
Ein sehr winterharter, samenfester Wirsing der alten englischen Schule, den du über den Winter bis ins zeitige Frühjahr stehen lassen kannst. Die flachrunden Köpfe sind dunkelgrün und tief geblasen und trotzen auch strengem Frost auf dem Beet. Diese Sorte braucht Geduld und eine lange Standzeit, versorgt dich dafür aber in der mageren Jahreszeit mit frischem Grün.
Kräftig und aromatisch, durch den Frost gewinnt das Blatt eine angenehme Süße. Perfekt für deftige Wintereintöpfe und langes Schmoren.
‚Vertus’
Ein bewährter, samenfester Herbst- und Winterwirsing aus Frankreich, den du von Oktober bis in den Frost hinein erntest. Die flachrunden, dunkelgrünen Köpfe sind stark geblasen und stehen gut auf dem Beet, sodass du sie portionsweise schneiden kannst. Vertus mag es kühl und braucht eine lange Standzeit, dankt dir das aber mit kräftigen, frostfesteren Köpfen.
Herzhaft und würzig, durch leichten Frost wird das Aroma milder und süßlicher. Klassisch geschmort als Beilage oder in der deftigen Wintersuppe.
‚Wirosa F1’
Ein moderner, sehr winterharter F1-Wirsing, der dir die Ernte bis tief in den Winter sichert. Die mittelgroßen, dunkelgrünen Köpfe halten lange auf dem Beet, ohne zu platzen, und überstehen auch strenge Fröste erstaunlich gut. Wenn du im Hausgarten einen verlässlichen Lückenfüller für die kalte Jahreszeit suchst, ist Wirosa eine pflegeleichte Wahl.
Mild und fein im Geschmack, das Blatt zart und gut zum Kochen geeignet. Nach Frost wird er angenehm süßlich und schmeckt geschmort wie gedünstet.
Erfahrungen aus echten Gärten
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