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Physalis pruinosa

Ananaskirsche

Volksnamen: Erdkirsche, Erdbeertomate

Ananaskirsche

Foto: Frank Vincentz · CC BY-SA 3.0 · Quelle

Beschreibung

Die Ananaskirsche ist eine niedrige, breit wachsende Verwandte der Andenbeere, deren goldgelbe Früchtchen in zarten Lampionhüllen reifen und süß nach Ananas und Erdbeere schmecken. Sie ist früher und kompakter als die hohe Tomatillo-Verwandtschaft und ideal fürs Beet wie für den Topf.

Pflegehinweise

Säe ab März warm vor und pflanze die Sämlinge nach den Eisheiligen Mitte Mai an einen sonnigen, warmen Platz. Gieße gleichmäßig und dünge mäßig, zu viel Stickstoff bremst die Fruchtbildung. Die reifen Früchte fallen ab August in ihren Hüllen von selbst zu Boden; sammle sie regelmäßig auf und lass sie noch ein paar Tage nachreifen.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

humos, durchlässig, lehmig, sandig

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
WasserbedarfMittel

Pflanz die Ananaskirsche in lockeren, humosen und gut durchlässigen Boden — Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule, also achte auf Drainage. Schwere Lehmböden lockerst du vor dem Pflanzen mit reifem Kompost und etwas Sand auf. Sie ist kein Kalkmeider, aber auch kein Kalkliebhaber: Ein leicht saurer bis neutraler Boden (pH 6,0–7,0) passt ideal.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Apr–Jun

Arbeite im Frühjahr vor dem Auspflanzen (ab Mitte Mai nach den Eisheiligen) reifen Kompost flach in den Boden ein und gib beim Einpflanzen Hornspäne ins Pflanzloch — im gut vorbereiteten Freilandbeet reicht das oft für die ganze Saison. Auf magerem Boden kannst du Anfang Juni mit etwas Kompost obenauf nachhelfen. Halte dich mit Stickstoff zurück: zu viel fördert üppiges Blattwerk auf Kosten der Früchte.

Überwinterung

Die Ananaskirsche ist frostempfindlich und wird bei uns einjährig kultiviert: Säe ab Februar/März auf der Fensterbank vor und setze die Jungpflanzen erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ins Freie. Lässt du reife Früchte liegen, sät sie sich oft selbst aus; alternativ kannst du eine Pflanze vor dem ersten Frost eintopfen und hell sowie kühl überwintern.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Stecklinge

Die Ananaskirsche (Physalis pruinosa) wird im DACH-Hausgarten fast ausschließlich durch Aussaat vermehrt — das ist die unkomplizierteste und zuverlässigste Methode. Säe die rundlichen, hellbraunen Samen von Mitte Februar bis Ende März auf feuchtes, nährstoffarmes Anzuchtsubstrat. Die Samen sind Lichtkeimer: Decke sie nur hauchzart mit Erde ab oder lass sie ganz offen liegen. Bei 20–25 °C auf der Fensterbank oder im Gewächshaus keimen sie nach 7–14 Tagen. Sobald zwei echte Blattpaare sichtbar sind, pikiere die Sämlinge in einzelne Töpfe. Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, kannst du die Jungpflanzen ins Freie setzen. Merke: Ananaskirsche sät sich im Garten oft von selbst aus — schau im nächsten Frühjahr nach Selbstaussaaten, bevor du komplett neu aussäst.\n\nStecklinge sind möglich und vor allem dann praktisch, wenn du eine besonders ertragreiche Pflanze klonen willst. Am zuverlässigsten gelingt das mitten in der Saison: Schneide weiche, noch nicht verholzte Triebstücke aus dem mittleren Bereich der Stängel (nicht von der Basis und nicht die Triebspitze), entferne die unteren Blätter und stelle die Stecklinge in ein luftiges, gut durchlässiges Substrat oder ins Wasser. Halte sie warm und gleichmäßig feucht, dann bewurzeln sie sich rasch. Du kannst eine Pflanze auch über den Winter retten: schneide sie im Herbst vor dem ersten Frost stark zurück und überwintere sie hell bei 10–15 °C. Sei dir aber bewusst, dass das Überwintern nicht automatisch zu einer früheren oder reicheren Ernte führt und die Pflanzen im Winter anfällig für Krankheiten sind — meist ist die einjährige Kultur über frische Aussaat die einfachere Wahl.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Spargelgewächse (Asparagaceae)

besonders bewährt

Spargel und Tomate profitieren voneinander. Die Tomate hält den Spargelkäfer fern, der Spargel wehrt Fadenwürmer ab, die der Tomate schaden.

Zum Beispiel FunkieSpargelBlausternTraubenhyazintheHyazintheAmerikanische Agave

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lippenblütler (Lamiaceae)

besonders bewährt

Basilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.

Zum Beispiel LavendelThymianBasilikumRosmarinSalbeiYsop und 31 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Raublattgewächse (Boraginaceae)

Borretsch lockt Bestäuber an und soll den Tomatenschwärmer von den Nachtschattengewächsen fernhalten.

Zum Beispiel BorretschEchter BeinwellPhaceliaEchtes LungenkrautNatternkopfSumpf-Vergissmeinnicht und eine weitere Art im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lieber nicht

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Zwiebeln bremsen neben Kartoffeln und Tomaten das Wachstum der Nachtschattengewächse, die klassische Fruchtfolge-Regel gilt auch im Beet nebeneinander.

Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Korbblütler (Asteraceae)

Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.

Zum Beispiel StudentenblumeRingelblumeSonnenblumeEchte KamilleEichblattsalatEissalat und 56 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Kartoffel und Gurke teilen sich Krankheitserreger wie die Kraut- und Braunfäule und stehen sich als Starkzehrer im Weg.

Zum Beispiel GurkeKürbisZucchiniEinlegegurkeButternutHokkaido und 14 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Erfahrungen aus echten Gärten

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