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Cucumis sativus var. anguria

Einlegegurke

Volksnamen: Gewürzgurke, Schälgurke

Einlegegurke

Foto: Bff · CC BY-SA 3.0 · Quelle

Beschreibung

Die Einlegegurke ist die kleinfrüchtige Gurke fürs Glas, kurz, kräftig und mit fester Schale, ideal zum Sauereinlegen mit Dill und Senfkörnern. Sie wächst flach am Boden und trägt bei warmem Wetter über Wochen reichlich. Eine alte Klassikersorte für den Bauerngarten ist ‚Vorgebirgstrauben’.

Pflegehinweise

Säe sie ab Mitte Mai (KW 20) direkt an einen warmen, windgeschützten Platz mit humusreichem Boden. Gieße nur mit handwarmem Wasser an die Wurzel, denn kaltes Wasser fördert Bitterkeit und Mehltau. Ernte die Früchtchen klein und regelmäßig, am besten täglich, dann bleiben sie zart und die Pflanze blüht unermüdlich nach.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

humos, lehmig, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKürbisgewächse
WasserbedarfHoch

Gurken wollen einen tiefgründigen, humosen und nährstoffreichen Boden, der sich im Frühjahr schnell erwärmt — sandiger Lehm oder lehmiger Sand sind ideal. Halte den Boden gleichmäßig feucht, aber ohne Staunässe; eine Mulchauflage hält Wärme und Feuchte und du solltest auf der Fläche mindestens drei Jahre Anbaupause für Gurkengewächse einplanen.

Kürbisgewächse (Gurke, Kürbis, Zucchini) sind starkzehrend — gib ihnen viel Kompost und etwa 4 Jahre Pause am selben Beet.

Düngung

Starkzehrer

Monate

Apr–Jul

Arbeite im Frühjahr vor dem Auspflanzen reifen Kompost flach in den Boden ein und ergänze Hornspäne als langsam wirkendes Stickstoff-Depot. Gurken sind Starkzehrer, brauchen die Nährstoffe aber stetig statt auf einmal: Gib ihnen in der Haupterntezeit (Juni/Juli) regelmäßig kleinere Mengen nach, etwa mit verdünnter Pflanzenjauche. Frischen Mist nur im Vorjahr einarbeiten, da die salzempfindlichen Wurzeln ihn frisch schlecht vertragen.

Überwinterung

Die Einlegegurke ist einjährig und stirbt mit den ersten Frösten ab — es gibt nichts zu überwintern, die abgeerntete Pflanze wandert auf den Kompost. Zieh sie ab April hell auf der Fensterbank vor und pflanze sie erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Beet, wenn kein Frost mehr droht.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Einlegegurken vermehrst du ausschließlich durch Aussaat — sie sind einjährig und lassen sich nicht durch Stecklinge, Teilung oder Veredelung vermehren. Für eine Vorkultur säst du die Samen ab Mitte April einzeln in 7–9 cm Töpfe, etwa 1–2 cm tief, und stellst sie hell und warm auf; optimal keimen sie bei rund 25 °C Bodentemperatur, gekeimt wird ab etwa 10 °C. Die Keimung erfolgt meist innerhalb von 7–10 Tagen. Da Gurken nur drei bis vier Wochen Vorkultur brauchen, musst du nicht früher als Mitte April beginnen — bei wenig Licht im März werden die Keimlinge schnell zu lang und instabil. Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen und wenn der Boden mindestens 15 °C warm ist, pflanzt du ins Freiland. Alternativ kannst du direkt ins Beet säen: dafür 2–3 Samen pro Stelle, später auf die kräftigste Pflanze vereinzeln. Möchtest du eigenes Saatgut gewinnen, wähle ausschließlich samenfeste Sorten (keine Hybride/F1). Lass dafür eine besonders gesunde Frucht bis zur Überreife an der Pflanze hängen — die Schale wird gelblich und hart. Die Samen aus dem Fruchtfleisch herauslösen, das Gel abspülen, gut trocknen und trocken-kühl lagern. Achtung: Verschiedene Gurkensorten (alle Cucumis sativus, also auch Salat- und Einlegegurken) kreuzen sich leicht untereinander; mit Kürbis, Zucchini oder Melone kreuzt die Gurke dagegen nicht. Wenn Sortenreinheit wichtig ist, hältst du Abstand zu anderen Gurkensorten oder bestäubst die Blüten geschützt von Hand.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.

Zum Beispiel StangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohneLimabohne und 29 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Kartoffel und Gurke teilen sich Krankheitserreger wie die Kraut- und Braunfäule und stehen sich als Starkzehrer im Weg.

Zum Beispiel PaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeereChiliPeperoni und 7 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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