Lactuca sativa var. capitata
Kopfsalat
Volksnamen: Buttersalat, Butterkopfsalat
Beschreibung
Der Kopfsalat ist der Klassiker im Gemüsebeet: weiche, zarte Blätter, die sich um ein festes Herz schließen. Mild und buttrig im Geschmack, ist er der Inbegriff des Sommersalats und gelingt vom Frühjahr bis in den Herbst in mehreren Sätzen.
Pflegehinweise
Setze die Jungpflanzen flach, sodass das Herz frei über der Erde sitzt, zu tief gepflanzt fault es. Halte den Boden gleichmäßig feucht, denn Trockenheit lässt den Salat schießen und bitter werden, und gieße morgens an die Wurzel statt über die Blätter. Säe alle zwei bis drei Wochen einen kleinen Satz nach, dann hast du den ganzen Sommer Nachschub.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, lehmig, durchlässig, nährstoffreich
Kopfsalat braucht einen humusreichen, mittelschweren und gut durchlässigen Boden mit guter Wasserhaltefähigkeit, aber ohne Staunässe — schwere, verdichtete Tonböden sind ungeeignet. Halte den pH-Wert im neutralen bis leicht sauren Bereich; erst auf deutlich sauren Böden (unter pH 5) und bei Staunässe droht Mangan-Überschuss mit Wuchsstörungen.
Salat und andere Korbblütler sind schwach- bis mittelzehrend — etwa 3 Jahre Pause genügt, sie eignen sich gut als Lückenfüller zwischen den Hauptkulturen.
Düngung
Mittelzehrer
Monate
Mär, Apr, Aug, Sep
Bereite den Boden vor der Pflanzung mit reifem Kompost vor und arbeite ihn flach ein — im Frühjahr (ab März/April) oder für den Herbstanbau im Spätsommer (August/September). Auf nährstoffärmeren Böden kannst du zusätzlich etwas Horndünger oberflächennah einarbeiten; für die kurze Kulturzeit eignet sich fein vermahlenes Hornmehl, weil es den Stickstoff schneller bereitstellt als grobe Hornspäne. Wegen der kurzen Standdauer ist eine Nachdüngung meist nicht nötig — Salat reagiert auf Überdüngung empfindlich.
Überwinterung
Kopfsalat ist einjährig und stirbt nach Ernte oder Samenbildung ab — säe jedes Jahr neu aus, ab Februar/März vorgezogen im Haus, ab April direkt ins Freiland. Willst du Wintersalat, wähle winterharte Sorten wie ‚Winterbutterkopf' oder ‚Winterkönig', säe sie Mitte August bis Mitte September und decke die Rosetten bei strengem Frost mit Vlies ab.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
Kopfsalat vermehrst du ausschließlich durch Aussaat — die Pflanze ist einjährig und bildet weder Ausläufer noch teilbare Wurzelstöcke. Ab Ende Januar/Februar kannst du drinnen vorziehen: Zwei Samen pro Zelle in Anzuchterde geben. Wichtig: Kopfsalat ist ein Lichtkeimer — die Samen nur ganz dünn (höchstens 0,5–1 cm) mit feiner Erde bedecken oder leicht andrücken, sonst keimen sie schlecht. Hell und bei 10–15 °C aufstellen und feucht halten. Nach 7–10 Tagen keimen die Pflänzchen; vereinzele auf eine kräftige Pflanze pro Zelle. Ab Mitte März setzt du die Jungpflanzen ins Freiland (Abstand 25–30 cm). Direktsaat ins Freiland ist ab April möglich, sobald der Boden nicht mehr friert. Für eine durchgehende Ernte säst du alle 2–3 Wochen nach. Achtung Hitze: Über etwa 20 °C verweigert Salat die Keimung (Thermohemmung) — für Sommersaaten am besten abends säen, an einen kühleren Platz stellen oder das Saatgut vorher kurz kühlen. Für eigene Samen lässt du einzelne Pflanzen einer samenfesten Sorte (keine F1-Hybriden, die fallen nicht sortenecht) in die Blüte schießen. Die Samenstände reifen ungleichmäßig über mehrere Wochen; etwa 2–3 Wochen nach der Blüte sind die ersten reif, erkennbar an den kleinen weißen Federchen (Pappus). Ernte sie portionsweise, wenn sie sich leicht lösen. Trocken und dunkel gelagert sind Kopfsalat-Samen rund 3–4 Jahre keimfähig.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Doldenblütler (Apiaceae)
Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.
Zum Beispiel KnollenfenchelKorianderStangensellerieGewürzfenchelKümmelPastinake und 15 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lieber nicht
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.
Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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