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Lactuca sativa var. acephala

Pflücksalat

Volksnamen: Schnittsalat, Blattsalat

Pflücksalat

Beschreibung

Der Pflücksalat bildet keinen Kopf, sondern eine offene Rosette einzelner Blätter, die du Blatt für Blatt erntest, statt die ganze Pflanze. Genau das macht ihn so dankbar: Er liefert über viele Wochen frisches Grün und ist der ideale Lückenfüller zwischen langsameren Kulturen.

Pflegehinweise

Säe ihn dicht direkt ins Beet und ernte die äußeren Blätter laufend, sobald sie eine Handlänge erreicht haben, das Herz treibt dann immer wieder nach. Halte den Boden gleichmäßig feucht, damit die Blätter mild und zart bleiben, denn Trockenheit macht sie bitter. Säe alle zwei bis drei Wochen einen kleinen Satz nach, dann hast du den ganzen Sommer Nachschub.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

humos, lehmig, durchlässig, nährstoffreich

LichtHalbschatten
Sonnenstundenmind. 4 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKorbblütler
WasserbedarfHoch

Pflücksalat mag lockeren, humosen Boden, der Wasser hält, aber nie staut. Auf schwerem Lehm hilft reifer Kompost zum Auflockern. Halte den pH leicht sauer bis neutral (6–7): unter 6 drohen Mangan-Probleme, deutlich über 7 werden Spurennährstoffe schlecht verfügbar.

Salat und andere Korbblütler sind schwach- bis mittelzehrend — etwa 3 Jahre Pause genügt, sie eignen sich gut als Lückenfüller zwischen den Hauptkulturen.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Aug

Pflücksalat ist genügsam. Arbeite vor der Aussaat oder dem Pflanzen reifen Kompost flach ein, das reicht meist für die ganze Kultur. Bei Folgesaaten von Frühjahr bis Spätsommer gibst du vor jeder neuen Runde wieder etwas Kompost. Verzichte auf frischen Mist und stickstoffreiche Jauchen – zu viel Stickstoff reichert Nitrat im Blatt an und treibt den Salat zum Schossen.

Überwinterung

Pflücksalat ist einjährig und stirbt im Winter ab — es gibt keine Pflanze zum echten Überwintern. Für eine längere Ernte säe im August/September nach und decke die jungen Pflanzen mit Gartenvlies oder einem Folientunnel ab; bei dauerhaftem Nachtfrost ist Schluss, danach im Frühjahr neu aussäen.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Pflücksalat ist eine einjährige Kulturpflanze und wird ausschließlich über Aussaat vermehrt — vegetative Methoden wie Teilung oder Stecklinge sind nicht praktikabel, weil die Pflanze weder Rhizom noch Ausläufer oder Knollen bildet. Ein Vorteil: Bei Salat gibt es praktisch keine F1-Hybriden, dein selbst gewonnenes Saatgut bleibt also sortenecht.

Pflücksalat ist ein Lichtkeimer. Bedecke die Samen darum immer nur hauchdünn (maximal 2–3 mm) oder drücke sie nur leicht in die feuchte Erde — auch bei der Direktsaat ziehst du nur ganz flache Saatrillen, keine tiefen Furchen, sonst keimt die Saat schlecht.

Vorzucht (ab Ende Februar): Sä die Samen in flache Anzuchtschalen auf nährstoffarmes Anzuchtsubstrat, befeuchte gleichmäßig und stelle die Schalen hell, aber nicht in pralle Sonne, bei rund 10–16 °C. Nach 8–14 Tagen zeigen sich die Keimlinge. Sobald sie sich gut anfassen lassen, pikierst du in Einzeltöpfe und pflanzt später mit etwa 25–30 cm Reihenabstand und 15–20 cm in der Reihe aus.

Direktsaat ins Freiland (ab Mitte April, dann fortlaufend bis August): Säe erst, wenn keine Frostgefahr mehr besteht und der Boden mindestens 10 °C warm ist. Ziehe nur ganz flache Saatrillen und säe dünn ein. Nach dem Auflaufen auf etwa 15–20 cm vereinzeln. Da Pflücksalat bei Wärme ab rund 20 °C zum Schießen neigt, setzt du die Sommersaaten lieber halbschattig oder nutzt schossfeste Sorten. Gestaffelte Aussaat alle 3–4 Wochen sichert dir kontinuierliche Ernte bis in den Herbst.

Saatgut gewinnen: Lässt du ein, zwei Pflanzen vollständig schossen und ausreifen, kannst du das getrocknete Blütenköpfchen ausschütteln und die federleichten Achänen für die nächste Saison aufbewahren — trocken, dunkel und kühl gelagert bleiben sie mehrere Jahre keimfähig.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Doldenblütler (Apiaceae)

Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.

Zum Beispiel KnollenfenchelKorianderStangensellerieGewürzfenchelKümmelPastinake und 15 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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