Lactuca sativa var. acephala
Pflücksalat
Volksnamen: Schnittsalat, Blattsalat
Foto: CostaPPPR · CC BY-SA 4.0 · Quelle
Beschreibung
Der Pflücksalat bildet keinen Kopf, sondern eine offene Rosette einzelner Blätter, die du Blatt für Blatt erntest, statt die ganze Pflanze. Genau das macht ihn so dankbar: Er liefert über viele Wochen frisches Grün und ist der ideale Lückenfüller zwischen langsameren Kulturen.
Pflegehinweise
Säe ihn dicht direkt ins Beet und ernte die äußeren Blätter laufend, sobald sie eine Handlänge erreicht haben, das Herz treibt dann immer wieder nach. Halte den Boden gleichmäßig feucht, damit die Blätter mild und zart bleiben, denn Trockenheit macht sie bitter. Säe alle zwei bis drei Wochen einen kleinen Satz nach, dann hast du den ganzen Sommer Nachschub.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, lehmig, durchlässig, nährstoffreich
Pflücksalat mag lockeren, humosen Boden, der Wasser hält, aber nie staut. Auf schwerem Lehm hilft reifer Kompost zum Auflockern. Halte den pH leicht sauer bis neutral (6–7): unter 6 drohen Mangan-Probleme, deutlich über 7 werden Spurennährstoffe schlecht verfügbar.
Salat und andere Korbblütler sind schwach- bis mittelzehrend — etwa 3 Jahre Pause genügt, sie eignen sich gut als Lückenfüller zwischen den Hauptkulturen.
Düngung
Schwachzehrer
Pflücksalat ist genügsam. Arbeite vor der Aussaat oder dem Pflanzen reifen Kompost flach ein, das reicht meist für die ganze Kultur. Bei Folgesaaten von Frühjahr bis Spätsommer gibst du vor jeder neuen Runde wieder etwas Kompost. Verzichte auf frischen Mist und stickstoffreiche Jauchen – zu viel Stickstoff reichert Nitrat im Blatt an und treibt den Salat zum Schossen.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Doldenblütler (Apiaceae)
Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.
Zum Beispiel KnollenfenchelKorianderStangensellerieGewürzfenchelKümmelPastinake und 15 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lieber nicht
Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.
Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Krankheiten & Schädlinge
1 relevantAus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten. Erkennen und Vorbeugen stehen ausführlich im Lexikon.
Arion vulgaris
Die Spanische Wegschnecke ist der gefürchtetste Allesfresser im Gemüsebeet.
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