Nicotiana alata
Ziertabak
Volksnamen: Jasmintabak, Geflügelter Tabak
Foto: Carl E Lewis · CC BY 2.0 · Quelle
Beschreibung
Der Ziertabak öffnet seine sternförmigen Trompetenblüten besonders am Abend und verströmt dann einen süßen Jasminduft, der Nachtfalter anlockt. Die einjährige Pflanze blüht von Juli bis zum Frost in Weiß, Rosa und Rot. Alle Pflanzenteile sind giftig, nicht zum Verzehr. Halte Abstand zu Nachtschattengewächsen, um Krankheiten vorzubeugen.
Pflegehinweise
Säe den Ziertabak ab März auf der Fensterbank als Lichtkeimer (Samen nur andrücken) und pflanze ihn nach den Eisheiligen (Mitte Mai) an einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Halte den Boden gleichmäßig feucht und dünge magere Beete ab Juni leicht nach. Schneide Verblühtes aus, dann setzt er bis in den Oktober neue Blüten an.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, durchlässig, nährstoffreich
Ziertabak will einen humosen, nährstoffreichen und gut durchlässigen Boden — Staunässe verträgt er nicht. Schwere Lehmböden lockerst du mit Sand und reifem Kompost auf, im Kübel nimmst du eine nährstoffreiche, strukturstabile Erde.
Düngung
Starkzehrer
Monate
Mai–Sep
Vor dem Auspflanzen nach den Eisheiligen (ab Mitte Mai · KW 20) arbeitest du reifen Kompost flach in den Boden ein. Über die Vegetations- und Blütezeit von Mai bis September gibst du als Starkzehrer regelmäßig organischen Stickstoff nach (Hornspäne, Brennnesseljauche) — das hält die Knospenbildung in Gang.
Überwinterung
Ziertabak ist bei uns nicht winterhart und stirbt nach dem ersten Frost ab — kultiviere ihn einjährig und säe im Folgejahr neu aus oder lass ihn sich selbst aussäen. Eine besonders schöne Pflanze kannst du vor dem Frost ausgraben, eintopfen und hell, kühl und frostfrei überwintern, dabei sparsam gießen.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
Ziertabak wird ausschließlich über Aussaat vermehrt. Die Samen sind Lichtkeimer — leg sie deshalb nur auf die Oberfläche des feuchten Anzuchtsubstrats und drücke sie leicht an, ohne sie abzudecken. Starte die Aussaat ab Februar/März auf einer hellen Fensterbank oder im Gewächshaus bei 20–25 °C. Bedecke die Schale locker mit Klarsichtfolie und lüfte sie täglich kurz, damit kein Schimmel entsteht. Gieße immer von unten, damit die winzigen Samen nicht weggeschwemmt werden. Hab etwas Geduld: Bei guter Wärme zeigen sich die ersten Keimblätter meist nach ein bis drei Wochen. Sobald die Sämlinge kräftig genug sind, pikierst du sie einzeln in kleine Töpfe. Ab Mitte Mai — nach den Eisheiligen — kannst du die frostempfindlichen Jungpflanzen ins Freiland setzen. Nicotiana alata sät sich unter günstigen Bedingungen auch selbst aus, sodass du im Folgejahr oft ohne weiteres Zutun Nachwuchs findest.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Spargelgewächse (Asparagaceae)
besonders bewährtSpargel und Tomate profitieren voneinander. Die Tomate hält den Spargelkäfer fern, der Spargel wehrt Fadenwürmer ab, die der Tomate schaden.
Zum Beispiel FunkieSpargelBlausternTraubenhyazintheHyazintheAmerikanische Agave
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Lippenblütler (Lamiaceae)
besonders bewährtBasilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.
Zum Beispiel LavendelThymianBasilikumRosmarinSalbeiYsop und 31 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Raublattgewächse (Boraginaceae)
Borretsch lockt Bestäuber an und soll den Tomatenschwärmer von den Nachtschattengewächsen fernhalten.
Zum Beispiel BorretschEchter BeinwellPhaceliaEchtes LungenkrautNatternkopfSumpf-Vergissmeinnicht und eine weitere Art im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Lieber nicht
Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Zwiebeln bremsen neben Kartoffeln und Tomaten das Wachstum der Nachtschattengewächse, die klassische Fruchtfolge-Regel gilt auch im Beet nebeneinander.
Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Korbblütler (Asteraceae)
Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.
Zum Beispiel KopfsalatStudentenblumeRingelblumeSonnenblumeEchte KamilleEichblattsalat und 57 weitere Arten im Katalog
Quelle: Fruchtfolge-Grundregel
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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