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Nicotiana alata

Ziertabak

Volksnamen: Jasmintabak, Geflügelter Tabak

Ziertabak

Beschreibung

Der Ziertabak öffnet seine sternförmigen Trompetenblüten besonders am Abend und verströmt dann einen süßen Jasminduft, der Nachtfalter anlockt. Die einjährige Pflanze blüht von Juli bis zum Frost in Weiß, Rosa und Rot. Alle Pflanzenteile sind giftig, nicht zum Verzehr. Halte Abstand zu Nachtschattengewächsen, um Krankheiten vorzubeugen.

Pflegehinweise

Säe den Ziertabak ab März auf der Fensterbank als Lichtkeimer (Samen nur andrücken) und pflanze ihn nach den Eisheiligen (Mitte Mai) an einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Halte den Boden gleichmäßig feucht und dünge magere Beete ab Juni leicht nach. Schneide Verblühtes aus, dann setzt er bis in den Oktober neue Blüten an.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

humos, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 5 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
WasserbedarfMittel

Ziertabak will einen humosen, nährstoffreichen und gut durchlässigen Boden — Staunässe verträgt er nicht. Schwere Lehmböden lockerst du mit Sand und reifem Kompost auf, im Kübel nimmst du eine nährstoffreiche, strukturstabile Erde.

Düngung

Starkzehrer

Monate

Mai–Sep

Vor dem Auspflanzen nach den Eisheiligen (ab Mitte Mai · KW 20) arbeitest du reifen Kompost flach in den Boden ein. Über die Vegetations- und Blütezeit von Mai bis September gibst du als Starkzehrer regelmäßig organischen Stickstoff nach (Hornspäne, Brennnesseljauche) — das hält die Knospenbildung in Gang.

Überwinterung

Ziertabak ist bei uns nicht winterhart und stirbt nach dem ersten Frost ab — kultiviere ihn einjährig und säe im Folgejahr neu aus oder lass ihn sich selbst aussäen. Eine besonders schöne Pflanze kannst du vor dem Frost ausgraben, eintopfen und hell, kühl und frostfrei überwintern, dabei sparsam gießen.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Ziertabak wird ausschließlich über Aussaat vermehrt. Die Samen sind Lichtkeimer — leg sie deshalb nur auf die Oberfläche des feuchten Anzuchtsubstrats und drücke sie leicht an, ohne sie abzudecken. Starte die Aussaat ab Februar/März auf einer hellen Fensterbank oder im Gewächshaus bei 20–25 °C. Bedecke die Schale locker mit Klarsichtfolie und lüfte sie täglich kurz, damit kein Schimmel entsteht. Gieße immer von unten, damit die winzigen Samen nicht weggeschwemmt werden. Hab etwas Geduld: Bei guter Wärme zeigen sich die ersten Keimblätter meist nach ein bis drei Wochen. Sobald die Sämlinge kräftig genug sind, pikierst du sie einzeln in kleine Töpfe. Ab Mitte Mai — nach den Eisheiligen — kannst du die frostempfindlichen Jungpflanzen ins Freiland setzen. Nicotiana alata sät sich unter günstigen Bedingungen auch selbst aus, sodass du im Folgejahr oft ohne weiteres Zutun Nachwuchs findest.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Spargelgewächse (Asparagaceae)

besonders bewährt

Spargel und Tomate profitieren voneinander. Die Tomate hält den Spargelkäfer fern, der Spargel wehrt Fadenwürmer ab, die der Tomate schaden.

Zum Beispiel FunkieSpargelBlausternTraubenhyazintheHyazintheAmerikanische Agave

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lippenblütler (Lamiaceae)

besonders bewährt

Basilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.

Zum Beispiel LavendelThymianBasilikumRosmarinSalbeiYsop und 31 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Raublattgewächse (Boraginaceae)

Borretsch lockt Bestäuber an und soll den Tomatenschwärmer von den Nachtschattengewächsen fernhalten.

Zum Beispiel BorretschEchter BeinwellPhaceliaEchtes LungenkrautNatternkopfSumpf-Vergissmeinnicht und eine weitere Art im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lieber nicht

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Zwiebeln bremsen neben Kartoffeln und Tomaten das Wachstum der Nachtschattengewächse, die klassische Fruchtfolge-Regel gilt auch im Beet nebeneinander.

Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Korbblütler (Asteraceae)

Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.

Zum Beispiel KopfsalatStudentenblumeRingelblumeSonnenblumeEchte KamilleEichblattsalat und 57 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Kartoffel und Gurke teilen sich Krankheitserreger wie die Kraut- und Braunfäule und stehen sich als Starkzehrer im Weg.

Zum Beispiel GurkeKürbisZucchiniEinlegegurkeButternutHokkaido und 14 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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