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Lepidium sativum

Gartenkresse

Volksnamen: Kresse, Pfefferkraut

Gartenkresse

Beschreibung

Gartenkresse ist das schnellste Grün im Garten: Schon nach wenigen Tagen kannst du die scharf-würzigen Keimblätter ernten. Sie wächst auf der Fensterbank genauso gut wie im Beet und liefert ganzjährig frische Vitamine. Wegen ihres pfeffrigen Geschmacks würzt sie Brote, Quark und Salate.

Pflegehinweise

Streue die Samen dicht auf feuchtes Küchenpapier, Watte oder feine Erde und halte sie konstant feucht, gieße am besten mit der Sprühflasche. An einem hellen Platz ohne pralle Mittagssonne keimt die Kresse innerhalb von zwei bis drei Tagen. Schneide die Sprossen mit der Schere, sobald sie etwa 5 cm hoch sind, und säe alle paar Tage nach.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

sandig, lehmig, humos, durchlässig, feucht

LichtHalbschatten
Sonnenstundenmind. 4 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKohlgewächse
WasserbedarfHoch

Kresse ist anspruchslos und gedeiht in fast jedem lockeren, durchlässigen Gartenboden. Bevorzuge einen leicht feuchten, humusreichen Boden ohne Staunässe; im Hochsommer schützt etwas Nachmittagsschatten vor verfrühtem Schießen in die Blüte.

Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Bei normalem Gartenboden ist keine eigene Düngung nötig. Arbeite vor der Frühjahrsaussaat lediglich etwas reifen Kompost flach ein; bei sehr sandigen oder ausgelaugten Böden kannst du das vor Wiederholungsaussaaten erneut tun. Wegen der sehr kurzen Kulturzeit lohnt eine Nachdüngung praktisch nie.

Überwinterung

Gartenkresse ist einjährig und stirbt nach der Samenreife oder beim ersten Frost ab — es gibt nichts zu überwintern. Säe sie für frische Ernte ganzjährig auf einem hellen Fensterbrett alle 1–2 Wochen neu aus; im Freiland erst nach den letzten Frösten wieder, sicher ab Mitte Mai.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Gartenkresse wird ausschließlich durch Aussaat vermehrt — vegetative Methoden wie Stecklinge oder Teilung funktionieren bei dieser schnellwachsenden Einjährigen nicht. Auf der Fensterbank geht das ganze Jahr: Streue die Samen dicht auf feuchtes Küchenpapier, Wattepads oder eine dünne Schicht Anzuchterde und drücke sie nur leicht an — sie brauchen kein Erddecke, sondern Licht zum Keimen. Kresse keimt sehr schnell — bei Zimmertemperatur schon nach 2 bis 4 Tagen, an einem warmen, hellen Platz sogar nach 2 bis 3 Tagen. Halte das Substrat bis zur Keimung gleichmäßig feucht, am besten mit einer Sprühflasche, damit du die Samen nicht wegschwemmst. Im Garten draußen säst du erst ab Mitte Mai direkt ins Beet, denn die Keimlinge sind frostempfindlich und die Samen keimen erst ab rund 15 °C zuverlässig. Ernte mit einer Schere, wenn die Pflänzchen 7 bis 10 cm hoch sind. Für eine dauerhafte Versorgung säe alle 1 bis 2 Wochen eine neue Portion nach — dann hast du laufend frische Kresse zur Hand.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel ErbseBuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbse und 31 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.

Zum Beispiel DillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKorianderStangensellerie und 18 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lippenblütler (Lamiaceae)

Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.

Zum Beispiel LavendelThymianBasilikumRosmarinSalbeiYsop und 31 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae)

Kapuzinerkresse dient als Fangpflanze. Blattläuse und Kohlweißling befallen lieber sie als die Kohlgewächse daneben.

Zum Beispiel KapuzinerkresseMashua

Quelle: Fangpflanzen-Praxis im biologischen Gartenbau

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Erfahrungen aus echten Gärten

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