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Lupinus luteus

Gelbe Lupine

Volksnamen: Gelbe Süßlupine, Futterlupine

Gelbe Lupine

Beschreibung

Die Gelbe Lupine ist ein Spezialist für saure, leichte Sandböden und treibt ihre kräftige Pfahlwurzel tief in den Untergrund. Über die Knöllchenbakterien bindet sie große Mengen Luftstickstoff und schließt mit ihren Wurzeln auch schwer verfügbares Phosphat auf. Ihre gelben, duftenden Blütenkerzen sind zugleich eine wertvolle Bienenweide.

Pflegehinweise

Säe die Gelbe Lupine von April bis Juni (KW 14-26) auf sauren bis neutralen, kalkarmen Boden, auf kalkreichen Böden kümmert sie. Lege die Samen rund drei Zentimeter tief. Mähe oder schlegele den Bestand zur Blüte (Juli · KW 28) und arbeite ihn flach ein, bevor die Stängel verholzen.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 4.6–68.0

Bodenart

sandig, durchlässig, mager, kalkmeidend

LichtVolle Sonne
WinterhärteFrostempfindlich
WasserbedarfNiedrig

Die Gelbe Lupine ist eine ausgesprochene Kalkmeiderin: Auf kalkhaltigen oder frisch gekalkten Böden bekommt sie Chlorosen, deshalb brauchst du einen kalkfreien, leicht bis mäßig sauren Boden (pH etwa 4,6–6,0) auf sandigem bis sandig-lehmigem, tiefgründigem Untergrund. Sorg für gute Drainage ohne Staunässe und meide schwere Tonböden; miss vor der Aussaat den pH-Wert und such dir bei über 6 lieber einen anderen Platz.

Düngung

Schwachzehrer

Als Leguminose bindet die Gelbe Lupine über Knöllchenbakterien ihren Stickstoff selbst, eine Stickstoff-Düngung brauchst du nicht und sie würde sogar schaden, weil sie die Knöllchenbildung hemmt und üppiges Blattwerk auf Kosten der Blüte fördert. Auf den typischen mageren Sandböden reicht im Frühjahr zur Aussaat etwas reifer Kompost, flach eingearbeitet. Nutzt du sie als Gründüngung, arbeite die Pflanzenmasse rund um die Blüte flach in den Boden ein, damit der gebundene Stickstoff der Folgekultur zugutekommt.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Kreuzblütler (Brassicaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.

Zum Beispiel GurkeKürbisZucchiniEinlegegurkeButternutHokkaido und 14 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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