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Medicago sativa

Luzerne

Volksnamen: Alfalfa, Ewiger Klee, Schneckenklee

Luzerne

Beschreibung

Die Luzerne ist eine tiefwurzelnde Leguminose, die mit ihren Pfahlwurzeln bis zu zwei Meter in den Boden reicht und verdichtete Schichten aufbricht. Über die Knöllchenbakterien an den Wurzeln bindet sie Luftstickstoff und reichert den Boden an. Als mehrjährige Gründüngung liefert sie zugleich wertvolles Tierfutter.

Pflegehinweise

Säe die Luzerne von Mai bis August (KW 18-34) flach in ein feinkrümeliges, kalkhaltiges Beet. Sie mag keine Staunässe, kommt aber mit Trockenheit gut zurecht. Mähe den Bestand vor der Blüte und lasse das Schnittgut als Mulch liegen, oder arbeite ihn vor der nächsten Kultur flach ein.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.5–7.58.0

Bodenart

lehmig, durchlässig, kalkliebend, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfNiedrig

Luzerne braucht einen tiefgründigen, gut durchlässigen, eher lehmigen Boden ohne Staunässe — ihre lange Pfahlwurzel reicht tief und fault bei nassen, verdichteten Verhältnissen. Sie liebt kalkhaltige, neutrale bis schwach alkalische Böden; ist dein Boden zu sauer, kalke ihn am besten ein bis zwei Jahre vor der Aussaat auf, denn die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien arbeiten erst im neutralen Bereich.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Als Leguminose bindet Luzerne über Knöllchenbakterien ihren eigenen Luftstickstoff — eine Stickstoffdüngung ist deshalb unnötig und sogar kontraproduktiv. Arbeite vor der Frühjahrsaussaat bei Bedarf etwas reifen Kompost flach ein, um die Grundversorgung mit Phosphor und Kalium zu sichern. Ist der Boden zu sauer, bring stattdessen rechtzeitig vorher Gartenkalk aus.

Überwinterung

Luzerne ist eine tiefwurzelnde, mehrjährige Pflanze und übersteht den DACH-Tiefland-Winter ohne Schutz; im Frühjahr treibt sie aus der Wurzel neu aus. Lass die abgeschnittenen Triebe nach dem letzten Herbstschnitt stehen, damit sie den Wurzelhals schützen, und sorge für durchlässigen Boden — Winternässe schadet ihr mehr als Frost.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Luzerne vermehrst du im Hausgarten praktisch ausschließlich durch Direktsaat. Den besten Zeitpunkt findest du zwischen Mitte April und Mitte August — sobald der Boden auf etwa 5–10 °C erwärmt ist. Bereite das Beet gründlich vor: Boden tief lockern, feinkrümelig und gut abgesetzt herrichten und alle Wurzelunkräuter entfernen, denn die junge Luzerne ist konkurrenzschwach. Die Samen bringst du etwa 1–2 cm tief ein und drückst die Oberfläche danach gut an, damit die Samen Bodenschluss bekommen. Je nach Bodentemperatur keimen die ersten Pflänzchen nach rund 1–3 Wochen; bei wärmerem Boden geht es schneller. Luzerne bevorzugt einen sonnigen, kalkreichen (pH eher neutral bis leicht basisch) und gut durchlässigen Standort — Staunässe verträgt sie nicht. Als mehrjährige Tiefwurzlerin etabliert sie sich nach dem ersten Jahr besonders kräftig und treibt aus dem Wurzelhals zuverlässig neue Triebe nach. Eine Aussaat im Spätsommer ist möglich, sollte aber bis Ende August abgeschlossen sein, damit die Jungpflanzen vor dem ersten Frost gut anwachsen. Eine vegetative Vermehrung über Teilung oder Stecklinge ist im Hausgarten nicht üblich und lohnt nicht — bleib bei der Aussaat.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Kreuzblütler (Brassicaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.

Zum Beispiel GurkeKürbisZucchiniEinlegegurkeButternutHokkaido und 14 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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