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Medicago sativa

Luzerne

Volksnamen: Alfalfa, Ewiger Klee, Schneckenklee

Luzerne

Beschreibung

Die Luzerne ist eine tiefwurzelnde Leguminose, die mit ihren Pfahlwurzeln bis zu zwei Meter in den Boden reicht und verdichtete Schichten aufbricht. Über die Knöllchenbakterien an den Wurzeln bindet sie Luftstickstoff und reichert den Boden an. Als mehrjährige Gründüngung liefert sie zugleich wertvolles Tierfutter.

Pflegehinweise

Säe die Luzerne von Mai bis August (KW 18-34) flach in ein feinkrümeliges, kalkhaltiges Beet. Sie mag keine Staunässe, kommt aber mit Trockenheit gut zurecht. Mähe den Bestand vor der Blüte und lasse das Schnittgut als Mulch liegen, oder arbeite ihn vor der nächsten Kultur flach ein.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.5–7.58.0

Bodenart

lehmig, durchlässig, kalkliebend, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfNiedrig

Luzerne braucht einen tiefgründigen, gut durchlässigen, eher lehmigen Boden ohne Staunässe — ihre lange Pfahlwurzel reicht tief und fault bei nassen, verdichteten Verhältnissen. Sie liebt kalkhaltige, neutrale bis schwach alkalische Böden; ist dein Boden zu sauer, kalke ihn am besten ein bis zwei Jahre vor der Aussaat auf, denn die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien arbeiten erst im neutralen Bereich.

Düngung

Schwachzehrer

Als Leguminose bindet Luzerne über Knöllchenbakterien ihren eigenen Luftstickstoff — eine Stickstoffdüngung ist deshalb unnötig und sogar kontraproduktiv. Arbeite vor der Frühjahrsaussaat bei Bedarf etwas reifen Kompost flach ein, um die Grundversorgung mit Phosphor und Kalium zu sichern. Ist der Boden zu sauer, bring stattdessen rechtzeitig vorher Gartenkalk aus.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Kreuzblütler (Brassicaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.

Zum Beispiel GurkeKürbisZucchiniEinlegegurkeButternutHokkaido und 14 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Krankheiten & Schädlinge

1 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten. Erkennen und Vorbeugen stehen ausführlich im Lexikon.

SchädlinghochApr–Sep
Engerlinge (Gartenlaubkäfer)

Phyllopertha horticola

Engerlinge sind die Larven des Gartenlaubkäfers (Phyllopertha horticola) und leben meist ein Jahr, in kühleren Lagen bis zu zwei Jahre im Boden, wo sie Wurzeln und Knollen fressen.

Mehr zu Engerlinge (Gartenlaubkäfer)

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