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Levisticum officinale

Liebstöckel

Volksnamen: Maggikraut

Liebstöckel

Beschreibung

Liebstöckel wird wegen seines kräftigen, suppenwürzigen Dufts auch Maggikraut genannt. Die mehrjährige Staude wird mannshoch und liefert von Mai bis September würzige Blätter für Brühen, Eintöpfe und Kartoffelgerichte, ein einziger Stock reicht für den ganzen Haushalt.

Pflegehinweise

Pflanze Liebstöckel an einen festen, sonnigen bis halbschattigen Platz mit tiefgründigem Boden, denn die Pfahlwurzel reicht weit. Gib ihm im Frühjahr eine Gabe Kompost und schneide Blütentriebe heraus, wenn du viel Blattmasse möchtest. Im Herbst zieht er ein und treibt zuverlässig wieder aus.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, feucht, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 5 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Liebstöckel braucht einen tiefgründigen, nährstoffreichen und gleichmäßig frisch-feuchten Boden — lehmig-humose Erde hält Wasser und Nährstoffe gut. Staunässe verträgt die Wurzel nicht, deshalb muss der Boden durchlässig bleiben; auf mageren, sandigen Böden bleibt die Pflanze schwächer und aromaärmer.

Düngung

Starkzehrer

Monate

Mär–Jul

Arbeite im Frühjahr beim Austrieb reifen Kompost flach um die Pflanze ein und harke etwas Hornspäne als langsam wirkende Stickstoffquelle oberflächlich ein. In der Hauptwachstumszeit von Mai bis Juli kannst du den Boden mulchen oder eine weitere Kompostgabe nachlegen. Ab Spätsommer nicht mehr düngen, damit die Triebe vor dem Winter ausreifen und die Staude frosthart in die Ruhe geht.

Überwinterung

Liebstöckel ist eine vollständig winterharte Staude — das Rhizom überwintert ohne Schutz im Boden. Schneide die abgestorbenen Triebe im Herbst bodennah zurück; er treibt oft erst im April wieder aus, also nicht zu früh aufgeben. Kübel-Pflanzen stellst du an eine geschützte Wand und packst den Topf in Vlies ein, weil die Wurzeln im Topf stärker frieren als im Boden.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Teilung

Liebstöckel lässt sich am zuverlässigsten durch Wurzelteilung oder Aussaat vermehren. Die Teilung ist die einfachere Methode und empfiehlt sich bei bereits etablierten Pflanzen: Grabe den Wurzelballen im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb oder im Spätherbst aus, wenn der Boden noch frostfrei ist. Spüle die Erde ab und teile den Rhizomballen mit einem scharfen Spaten oder Messer in Segmente — jedes Stück braucht mindestens eine kräftige Triebknospe und ausreichend Wurzelmasse. Pflanze die Teilstücke mit reichlich Abstand wieder ein (50 cm bis 1 m, die Pflanze wird groß und ausladend). Nach einigen Jahren lässt die Wuchskraft nach; eine Teilung verjüngt die Pflanze dann spürbar. Für die Aussaat solltest du wissen, dass Liebstöckel ein Lichtkeimer ist und von einer Kältephase profitiert: Säe die Samen ab Februar/März in Anzuchttöpfe mit nährstoffarmer Erde und bedecke sie höchstens dünn (maximal 1 cm). Du kannst die Samen vorab rund zwei bis drei Wochen kühl stratifizieren oder direkt im Herbst bzw. zeitigen Frühjahr ins Freiland säen, damit die natürliche Kälte die Keimruhe bricht. Bei 18–22 °C im Haus keimen die Samen nach etwa 10 Tagen, im Freiland kann es deutlich länger dauern. Ab etwa 15 cm Höhe kannst du die Jungpflanzen auspflanzen. Tipp: Frische Samen, die du im Herbst direkt von der reifen, braun werdenden Dolde erntest, keimen deutlich besser als gelagerte — Liebstöckelsamen sind nicht lange lagerfähig.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Doldenblütler und Lauchgewächse verwirren sich gegenseitig die Schädlinge (Möhrenfliege, Zwiebelfliege).

Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Korbblütler (Asteraceae)

Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.

Zum Beispiel KopfsalatStudentenblumeRingelblumeSonnenblumeEchte KamilleEichblattsalat und 57 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel ErbseBuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbse und 31 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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