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Brassica rapa var. rapa

Mairübe

Volksnamen: Navette, Speiserübe

Mairübe

Beschreibung

Die Mairübe ist eine zarte, schnellwachsende Frühlingsrübe mit mildem, leicht süßlichem Geschmack, innerhalb weniger Wochen erntereif. Sie schmeckt jung und klein am besten, roh im Salat ebenso wie kurz gedünstet. Eine bewährte Sorte ist die rotweiße ‚Teltower Rübchen’ für aromatische Wintergerichte.

Pflegehinweise

Säe ab März bis April dünn direkt ins Beet und halte den Boden gleichmäßig feucht, damit die Knollen zart bleiben. Vereinzle früh auf etwa Fingerbreite, denn zu eng stehende Rüben bleiben klein. Ernte schon nach sechs bis acht Wochen, solange die Knollen jung und höchstens golfballgroß sind, überständig werden sie holzig und scharf.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.5–7.58.0

Bodenart

sandig, lehmig, humos, durchlässig

LichtVolle Sonne
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKohlgewächse
WasserbedarfMittel

Gib der Mairübe einen lockeren, gut durchlässigen Boden — leicht, sandig bis lehmig-humos. Schwere, kalte Tonböden und Staunässe meidet sie, das bremst die Rüben und mindert das Aroma. Als Kreuzblütler ist sie kohlhernie-gefährdet: Halte den pH-Wert eher im neutralen Bereich (Richtung 7) und kalke bei zu saurem Boden vor der Aussaat auf.

Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.

Düngung

Schwachzehrer

Die Mairübe ist genügsam und braucht während der Kultur keine Düngung. Arbeite im Herbst des Vorjahres oder im frühen Frühjahr vor der Aussaat reifen Kompost flach in den Boden ein — das reicht als Grundversorgung. Verzichte auf frischen Mist und auf stickstoffbetonte Gaben: zu viel Stickstoff treibt Blattmasse statt Rübe und verschlechtert den Geschmack.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel BuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohne und 30 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lippenblütler (Lamiaceae)

Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.

Zum Beispiel LavendelThymianBasilikumRosmarinSalbeiYsop und 31 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae)

Kapuzinerkresse dient als Fangpflanze. Blattläuse und Kohlweißling befallen lieber sie als die Kohlgewächse daneben.

Zum Beispiel KapuzinerkresseMashua

Quelle: Fangpflanzen-Praxis im biologischen Gartenbau

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Erfahrungen aus echten Gärten

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