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Brassica rapa var. rapa

Mairübe

Volksnamen: Navette, Speiserübe

Mairübe

Beschreibung

Die Mairübe ist eine zarte, schnellwachsende Frühlingsrübe mit mildem, leicht süßlichem Geschmack, innerhalb weniger Wochen erntereif. Sie schmeckt jung und klein am besten, roh im Salat ebenso wie kurz gedünstet. Eine bewährte Sorte ist die rotweiße ‚Teltower Rübchen’ für aromatische Wintergerichte.

Pflegehinweise

Säe ab März bis April dünn direkt ins Beet und halte den Boden gleichmäßig feucht, damit die Knollen zart bleiben. Vereinzle früh auf etwa Fingerbreite, denn zu eng stehende Rüben bleiben klein. Ernte schon nach sechs bis acht Wochen, solange die Knollen jung und höchstens golfballgroß sind, überständig werden sie holzig und scharf.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.5–7.58.0

Bodenart

sandig, lehmig, humos, durchlässig

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKohlgewächse
WasserbedarfMittel

Gib der Mairübe einen lockeren, gut durchlässigen Boden — leicht, sandig bis lehmig-humos. Schwere, kalte Tonböden und Staunässe meidet sie, das bremst die Rüben und mindert das Aroma. Als Kreuzblütler ist sie kohlhernie-gefährdet: Halte den pH-Wert eher im neutralen Bereich (Richtung 7) und kalke bei zu saurem Boden vor der Aussaat auf.

Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Feb–Mär

Die Mairübe ist genügsam und braucht während der Kultur keine Düngung. Arbeite im Herbst des Vorjahres oder im frühen Frühjahr vor der Aussaat reifen Kompost flach in den Boden ein — das reicht als Grundversorgung. Verzichte auf frischen Mist und auf stickstoffbetonte Gaben: zu viel Stickstoff treibt Blattmasse statt Rübe und verschlechtert den Geschmack.

Überwinterung

Die Mairübe baust du einjährig an — ernte die Rüben rund um den ersten Frost und säe im kommenden Frühjahr ab März einfach neu aus. Geerntete Rüben hältst du über Wochen frisch, indem du sie in eine Kiste mit leicht feuchtem Sand an einem kühlen, frostfreien Ort (Keller, Garage) einlagerst.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Die Mairübe wird ausschließlich durch Direktsaat vermehrt — andere Methoden sind für dieses Wurzelgemüse nicht sinnvoll. Säe die Samen ab März bis Mai direkt ins Freilandbeet, sobald sich der Boden auf etwa 8 °C erwärmt hat; im Frühbeet geht eine erste Runde schon ab Februar. Eine zweite Aussaatrunde von Juli bis August liefert eine Herbsternte als „Herbstrübchen". Streue die Samen dünn in Reihen mit 20–25 cm Abstand und decke sie nur etwa 1–2 cm tief mit Erde ab. Nach dem Auflaufen vereinzelst du auf 10–15 cm in der Reihe, damit sich die Rübchen ordentlich ausbilden können. Die Kulturdauer beträgt nur 6–8 Wochen — plane daher mehrere gestaffelte Aussaaten alle 2–3 Wochen, um kontinuierlich zu ernten. Botanisch ist die Mairübe zweijährig: Im ersten Jahr bildet sie Rübe und Blattrosette, im Hausgarten wird sie aber als Einjährige beerntet. Möchtest du eigenes Saatgut gewinnen, lässt du einzelne kräftige Pflanzen überwintern — sie treiben im zweiten Jahr aus, bilden gelbe Blüten und reifen Samen, die du trocknen und im nächsten Frühjahr wieder aussäen kannst. Achte dabei auf ausreichend Abstand zu anderen Brassica-rapa-Formen, um unerwünschte Kreuzbestäubung zu vermeiden; bei F1-Hybridsorten lohnt die Saatgutgewinnung nicht, weil die Nachkommen nicht sortenecht ausfallen.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel BuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohne und 30 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lippenblütler (Lamiaceae)

Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.

Zum Beispiel LavendelThymianBasilikumRosmarinSalbeiYsop und 31 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae)

Kapuzinerkresse dient als Fangpflanze. Blattläuse und Kohlweißling befallen lieber sie als die Kohlgewächse daneben.

Zum Beispiel KapuzinerkresseMashua

Quelle: Fangpflanzen-Praxis im biologischen Gartenbau

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Erfahrungen aus echten Gärten

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