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Trifolium incarnatum

Inkarnatklee

Volksnamen: Blutklee, Rosenklee

Inkarnatklee

Beschreibung

Der Inkarnatklee ist eine stickstoffsammelnde Gründüngung mit auffälligen, karminroten Blütenähren, die im Mai und Juni Bienen und Hummeln anlocken. Über die Knöllchenbakterien an den Wurzeln reichert er den Boden mit Luftstickstoff an und eignet sich gut als Vorfrucht für Starkzehrer, nicht aber vor anderen Hülsenfrüchten.

Pflegehinweise

Säe Inkarnatklee im April und Mai oder als Herbstsaat im August und September direkt ins Beet und harke ihn flach ein; halte ihn bis zur Keimung gleichmäßig feucht. Die Herbstsaat überwintert in milden Lagen und blüht im folgenden Mai. Schneide oder walze ihn zur Blüte ab und arbeite ihn flach ein, der gebundene Stickstoff kommt so der Folgekultur zugute.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.5–78.0

Bodenart

sandig, lehmig, durchlässig, kalkliebend

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart mit Schutz
WasserbedarfMittel

Inkarnatklee mag lockere, gut durchlässige, leichte bis mittelschwere Böden – Staunässe und schwere, verdichtete Tonböden verträgt er schlecht. Beim pH ist er anspruchslos: leicht saure bis neutrale Böden (etwa 5,5–7,0) sind ideal, er ist also kalktolerant, aber kein Kalkliebhaber.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Als Leguminose bindet Inkarnatklee über Wurzelknöllchen Luftstickstoff aus der Luft – eine zusätzliche Stickstoffgabe ist überflüssig und hemmt sogar die Knöllchenbakterien. Auf ausgelaugten Böden vor der Aussaat im Frühjahr etwas reifen Kompost flach einarbeiten. Als Gründüngung mähst oder hackst du die Biomasse vor der Blüte ab und arbeitest sie ein – so wird der gebundene Stickstoff für die Folgekultur frei.

Überwinterung

Säe Inkarnatklee als Winter-Gründüngung im Spätsommer bis spätestens Mitte September, damit er vor dem Frost eine kräftige Rosette bildet — nur gut entwickelte Jungpflanzen überstehen den Winter. Er bleibt im Boden und übersteht Fröste bis etwa -10 °C; bei Kahlfrost ohne Schneedecke oder in rauen Lagen deckst du den Bestand dünn mit Stroh oder Vlies ab. Im Frühjahr schneidest du ihn ab und arbeitest ihn ein; als einjährige Pflanze wird er nicht eingelagert, sondern im Herbst neu ausgesät.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Inkarnatklee vermehrst du ausschließlich durch Direktsaat — andere Methoden sind bei dieser ein- bis zweijährigen Art nicht sinnvoll. Den besten Zeitpunkt findest du im Frühjahr ab Ende März/April, wenn der Boden frostfrei und ausreichend warm (etwa 10–12 °C) ist. Eine zweite Aussaatmöglichkeit liegt im Spätsommer von Mitte August bis Mitte September, dann überwintert der Bestand und blüht im nächsten Frühjahr. Säe die Samen breitwürfig auf einen gut gelockerten Boden und harke sie etwa 1–2 cm flach ein, dann leicht andrücken. Wähle einen warmen, sonnigen Standort mit durchlässigem Boden — sandige Lehmböden eignen sich gut, schwere oder staunasse Böden meidet der Klee, kalkreicher Boden wird gut vertragen. Als Leguminose kommt er mit eher nährstoffarmen Böden zurecht und bindet selbst Stickstoff. Die Keimung erfolgt bei ausreichend Feuchte bereits nach etwa 8–15 Tagen. Nach der Blüte bilden sich kleine Hülsen mit Samen, die du für die nächste Saison sammeln und an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort aufbewahren kannst. Den Stickstoffgewinn nutzt du optimal, wenn du den Bestand kurz vor oder kurz nach der Vollblüte mulchst oder einarbeitest.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Kreuzblütler (Brassicaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel DillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKorianderStangensellerie und 18 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.

Zum Beispiel GurkeKürbisZucchiniEinlegegurkeButternutHokkaido und 14 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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