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Raphanus sativus var. oleiformis

Ölrettich

Volksnamen: Futter-Ölrettich

Ölrettich

Beschreibung

Der Ölrettich ist die Gründüngung für verdichtete Böden: Seine kräftigen Pfahlwurzeln dringen tief ein, lockern den Unterboden und holen Nährstoffe aus der Tiefe nach oben. Nematodenresistente Sorten unterdrücken zusätzlich Rübenzystenälchen. Wie alle Kreuzblütler darf er nicht in Kohl-Fruchtfolgen.

Pflegehinweise

Säe Ölrettich von Juli bis September nach der Hauptkultur in Reihen oder breitwürfig und harke ihn flach ein; er keimt schnell und wächst zügig. Gieße nur in langen Trockenphasen an. Lass ihn bis zum Frost stehen, er friert ab etwa minus 8 Grad sicher ab und hinterlässt eine lockere, gut durchwurzelte Krume, die du im Frühjahr nur noch flach einarbeiten musst.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.28.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKohlgewächse
WasserbedarfNiedrig

Ölrettich ist bodentolerant, dankt dir aber tiefgründige, lockere und humusreiche Erde — seine kräftige Pfahlwurzel braucht freien Weg nach unten. Schwere Tonböden vorab tief lockern oder mit reifem Kompost verbessern, und Staunässe meiden.

Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.

Düngung

Mittelzehrer

Auf gut versorgten Böden brauchst du meist gar nicht zu düngen — Ölrettich holt sich den vorhandenen Bodenstickstoff selbst und speichert ihn. Auf ausgemagerten Flächen arbeitest du vor der Aussaat etwas reifen Kompost flach ein. Geh sparsam mit Stickstoff um: zu viel davon treibt das Blattwerk auf Kosten der bodenlockernden Wurzel.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel ErbseBuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbse und 31 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lippenblütler (Lamiaceae)

Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.

Zum Beispiel LavendelThymianBasilikumRosmarinSalbeiYsop und 31 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae)

Kapuzinerkresse dient als Fangpflanze. Blattläuse und Kohlweißling befallen lieber sie als die Kohlgewächse daneben.

Zum Beispiel KapuzinerkresseMashua

Quelle: Fangpflanzen-Praxis im biologischen Gartenbau

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Krankheiten & Schädlinge

1 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten. Erkennen und Vorbeugen stehen ausführlich im Lexikon.

SchädlingmittelApr–Aug
Erdfloh

Phyllotreta

Erdflöhe sind winzige, schwarz oder metallisch glänzende Käfer, die bei Berührung flohartig wegspringen.

Mehr zu Erdfloh

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