Eruca vesicaria
Rucola
Volksnamen: Rauke, Salatrauke
Foto: Sevinc Cavidan · CC BY-SA 4.0 · Quelle
Beschreibung
Rucola ist ein schnellwüchsiger Salat mit nussig-scharfem Geschmack, der schon vier bis sechs Wochen nach der Aussaat erntereif ist. Du kannst ihn mehrfach pflücken, und mit Spätsaaten im September erntest du bis weit in den Herbst hinein.
Pflegehinweise
Säe dünn in Reihen ab März und wiederhole die Aussaat alle zwei bis drei Wochen für eine durchgehende Ernte. Halte den Boden feucht, denn bei Trockenheit und Hitze schießt Rucola schnell und wird bitter, säe im Hochsommer daher lieber halbschattig. Schneide die äußeren Blätter laufend ab, dann treibt das Herz immer wieder neu aus.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, lehmig, humos, durchlässig
Rucola mag lockeren, humosen, gut durchlässigen Boden (sandig-lehmig) und verträgt keine Staunässe. Schwere Tonböden machst du mit Sand und reifem Kompost durchlässiger; der pH-Bereich liegt neutral bis leicht sauer (6,0–7,0), leicht kalkhaltige Böden werden noch toleriert.
Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.
Düngung
Schwachzehrer
Als Schwachzehrer braucht Rucola kaum Düngung: Arbeite vor der Aussaat etwas reifen Kompost flach ein, das reicht für die kurze Kulturzeit meist aus. Nach Mittel- oder Starkzehrern im Vorjahr kannst du auf eine Grundversorgung ganz verzichten. Übermäßige Düngung vermeidest du unbedingt, da sie den Geschmack verwässert und die Pflanzen anfälliger macht.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
besonders bewährtHülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.
Zum Beispiel ErbseBuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbse und 31 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Doldenblütler (Apiaceae)
Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.
Zum Beispiel DillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKorianderStangensellerie und 18 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Lippenblütler (Lamiaceae)
Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.
Zum Beispiel LavendelThymianBasilikumRosmarinSalbeiYsop und 31 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae)
Kapuzinerkresse dient als Fangpflanze. Blattläuse und Kohlweißling befallen lieber sie als die Kohlgewächse daneben.
Zum Beispiel KapuzinerkresseMashua
Quelle: Fangpflanzen-Praxis im biologischen Gartenbau
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Krankheiten & Schädlinge
2 relevantAus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten. Erkennen und Vorbeugen stehen ausführlich im Lexikon.
Phyllotreta
Erdflöhe sind winzige, schwarz oder metallisch glänzende Käfer, die bei Berührung flohartig wegspringen.
Mehr zu ErdflohArion vulgaris
Die Spanische Wegschnecke ist der gefürchtetste Allesfresser im Gemüsebeet.
Mehr zu Spanische WegschneckeErfahrungen aus echten Gärten
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