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Allium cepa var. aggregatum

Schalotte

Volksnamen: Edelzwiebel, Eschlauch

Schalotte

Beschreibung

Die Schalotte ist die feine Schwester der Küchenzwiebel: Aus einer Steckzwiebel wächst ein ganzes Nest milder, aromatischer Tochterzwiebeln. Ihr feiner, leicht süßlicher Geschmack macht sie zum Liebling der gehobenen Küche. Sie lässt sich hervorragend lagern und ist im Beet genauso unkompliziert wie die Speisezwiebel.

Pflegehinweise

Stecke die Brutzwiebeln ab März so in lockere, sonnige Erde, dass die Spitze gerade herausschaut. Halte das Beet unkrautfrei und gieße sparsam, Schalotten mögen es eher trocken. Stelle das Gießen ein, sobald das Laub umknickt und vergilbt; ernte bei trockenem Wetter und lass die Nester vor dem Einlagern gut abtrocknen.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

sandig, lehmig, humos, durchlässig

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart mit Schutz
FruchtfolgeLauchgewächse
WasserbedarfMittel

Schalotten brauchen einen lockeren, gut durchlässigen Boden — sandig-lehmig mit ausreichend Humus ist ideal, und Staunässe solltest du unbedingt vermeiden, weil sie Zwiebelfäule und schlechte Lagerqualität begünstigt. Schwere Tonböden lockerst du vor der Pflanzung mit reifem Kompost auf, damit der Boden tiefgründig und nicht zu verdichtet ist und sich die Tochterzwiebeln gut entwickeln können.

Lauchgewächse (Zwiebel, Knoblauch, Lauch) mittelzehrend — 4 Jahre Pause beugt Zwiebelfäule und Lauchmotte vor; gute Nachbarn für Möhren.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Feb–Apr

Arbeite im Spätwinter bis frühen Frühjahr, kurz vor dem Stecken der Zwiebeln, reifen Kompost flach in das Beet ein; auf humusarmen Böden kannst du zusätzlich Hornspäne flach einharken. Halte dich mit Stickstoff zurück — zu viel fördert üppiges Laub, schadet aber Zwiebelbildung, Aroma und Lagerfähigkeit. Auf gut versorgten Böden ist eine Nachdüngung nicht nötig.

Überwinterung

Steckst du Herbstschalotten (September/Oktober), überwintern sie im Beet — wichtiger als Frostschutz ist gute Drainage, denn Staunässe schadet den Zwiebeln im Winter mehr als Kälte. Decke das Beet bei strengem Dauerfrost locker mit Laub oder Stroh ab und nimm den Schutz im Frühjahr wieder weg; Frühjahrspflanzungen (März/April) werden nicht überwintert, sondern im Sommer geerntet und kühl, trocken und luftig gelagert.

Vermehrung

Methoden

  • Kindel
  • Aussaat

Schalotten vermehrst du am einfachsten und zuverlässigsten über Tochterzwiebeln (Steckzwiebeln) – das ist ihre namensgebende Eigenschaft. Hebe im Juli die reifen Zwiebelhorste vorsichtig aus dem Boden, wenn das Laub vergilbt und welkt und sich die Zwiebeln teilen lassen. Lass die Horste an einem luftigen, schattigen Platz einige Tage nachtrocknen, bevor du sie auseinandernimmst. Für die Pflanzung im nächsten Jahr wählst du mittelgroße, gesunde Tochterzwiebeln mit etwa 2–3 cm Durchmesser – zu kleine fruchten schlecht, zu große neigen zum Schossen. Stecke sie ab Februar/März bis April in lockere, humusreiche Erde, sodass die Oberkante der Zwiebel etwa mit dem Boden abschließt (rund 2–3 cm tief), Wurzelansatz nach unten, Reihenabstand 15–25 cm, in der Reihe 10–20 cm. In milden Lagen kannst du auch ab Oktober pflanzen (Winterschalotten) – mit etwas Laubschutz – die dann früher erntereif sind. Aus einer Steckzwiebel entstehen so etwa 5–8 neue Zwiebeln. Tipp: Selbst gezogenes Steckgut trocken und kühl lagern verbessert die Schossfestigkeit. Im mitteleuropäischen Klima blühen Schalotten meist nicht, deshalb ist die Tochterzwiebel-Methode der Normalfall. Für die Vermehrung durch Aussaat wählst du ausschließlich samenfeste Sorten (keine F1-Hybriden, deren Nachkommen sind nicht sortenecht). Säe ab Februar–März in Anzuchtschalen vor und pflanze die Jungpflanzen nach den letzten Frösten ins Freiland. Die Methode ist aufwändiger und die Ernte im ersten Jahr geringer, eignet sich aber zum Erhalten seltener alter Sorten oder wenn kein Steckgut verfügbar ist.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Doldenblütler (Apiaceae)

Doldenblütler und Lauchgewächse verwirren sich gegenseitig die Schädlinge (Möhrenfliege, Zwiebelfliege).

Zum Beispiel DillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKorianderStangensellerie und 18 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Rosengewächse (Rosaceae)

Knoblauch und Schnittlauch unter Erdbeeren und Rosen vertreiben mit ihrem Duft Blattläuse und andere Schädlinge.

Zum Beispiel ApfelHimbeereBirneKletterroseAroniaBrombeere und 52 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lieber nicht

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel StangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohneLimabohne und 29 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Zwiebeln bremsen neben Kartoffeln und Tomaten das Wachstum der Nachtschattengewächse, die klassische Fruchtfolge-Regel gilt auch im Beet nebeneinander.

Zum Beispiel TomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeereChili und 8 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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