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Brassica rapa subsp. chinensis

Pak Choi

Volksnamen: Senfkohl, Chinesischer Senfkohl

Pak Choi

Beschreibung

Pak Choi bildet keine festen Köpfe, sondern lockere Rosetten aus dicken weißen Stielen und dunkelgrünen Blättern, die mild-würzig schmecken. Er wächst schnell, eignet sich gut für die Lücke zwischen anderen Kulturen und ist in der asiatischen Küche im Wok in wenigen Minuten gegart.

Pflegehinweise

Säe gestaffelt von April bis August, am besten nach der Sommersonnenwende, weil ihn lange Tage und Trockenheit leicht zum Schossen bringen. Halte den Boden gleichmäßig feucht und nährstoffreich und ernte ihn jung nach vier bis sechs Wochen, entweder ganze Rosetten oder blattweise nach Bedarf.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.5–78.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich, feucht

LichtHalbschatten
Sonnenstundenmind. 4 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKohlgewächse
WasserbedarfHoch

Pak Choi mag einen lockeren, humusreichen Boden, der gleichmäßig feucht bleibt, aber keine Staunässe bildet — ein sandiger Lehm mit gutem Wasserhaltevermögen ist ideal. Halte den pH-Wert bei 6,5 bis 7,0: Pak Choi gehört zu den Kohlgewächsen und ist auf sauren, nassen Böden besonders schnell von Kohlhernie betroffen.

Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär, Apr, Jul, Aug

Arbeite vor Aussaat oder Pflanzung reifen Kompost flach ein — das deckt den Grundbedarf der Frühjahrssaat (März/April) und der Sommersaat fürs Herbstgemüse (Juli/August). Pak Choi ist ein Mittelzehrer und reagiert empfindlich auf Überdüngung: zu viel Stickstoff macht die Blätter wässrig und bitter. Nur bei sichtbarem Wachstumsstopp organisch nachhelfen, etwa mit etwas Hornspänen oder verdünnter Pflanzenjauche. In den letzten Wochen vor der Ernte nicht mehr stickstoffbetont düngen.

Überwinterung

Pak Choi ist einjährig und übersteht keinen DACH-Winter im Freiland — er stirbt ab und wird im nächsten Frühjahr neu ausgesät. Leichten Frost verträgt er gut; mit Vlies oder einem Folientunnel verlängerst du die Ernte bis in den frühen Winter.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Pak Choi vermehrst du ausschließlich durch Aussaat. Für eine Frühjahrs-Ernte säst du ab März–April in Anzuchttöpfe oder Multitopfplatten vor (Keimtemperatur ca. 18–20 °C, Keimzeit etwa 5–7 Tage) und pikierst bzw. setzt die Jungpflanzen nach dem zweiten echten Blattpaar ins Beet. Für die Hauptsaison und um das lästige Schossen zu vermeiden, empfiehlt sich die Direktsaat von Anfang Juli bis Mitte August: Rille ca. 1 cm tief ziehen, dünn säen und später auf 25–30 cm vereinzeln. Pak Choi schießt unter Stress leicht ins Kraut — vor allem bei langen, heißen, trockenen Frühsommertagen sowie nach Kälteeinbrüchen. Der Anbau im Spätsommer und Herbst mit kühleren, kürzer werdenden Tagen ist daher meist ertragreicher; schossfeste Sorten helfen zusätzlich. Halte den Boden bis zur Keimung und auch danach gleichmäßig feucht, denn Trockenheit fördert das Schossen. Eine Staffelaussaat alle zwei bis drei Wochen sichert dir eine fortlaufende Ernte bis in den November.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel StangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohneLimabohne und 29 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lippenblütler (Lamiaceae)

Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.

Zum Beispiel LavendelThymianBasilikumRosmarinSalbeiYsop und 31 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae)

Kapuzinerkresse dient als Fangpflanze. Blattläuse und Kohlweißling befallen lieber sie als die Kohlgewächse daneben.

Zum Beispiel KapuzinerkresseMashua

Quelle: Fangpflanzen-Praxis im biologischen Gartenbau

Lieber nicht

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