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Brassica rapa var. nipposinica

Mizuna

Volksnamen: Japanischer Blattsenf, Spinatsenf

Mizuna

Beschreibung

Mizuna ist ein japanischer Blattsenf mit zarten, tief gefiederten Blättern und einem milden, nur leicht senfigen Geschmack, deutlich sanfter als die meisten Asia-Salate. Die federförmigen Blätter machen sich roh im Salat ebenso gut wie kurz gedünstet, und die Pflanze ist erstaunlich frosthart.

Pflegehinweise

Säe sie direkt ins Beet vom Frühjahr bis in den Spätsommer und halte den Boden gleichmäßig feucht für zarte, milde Blätter. Ernte als Schnitt-Salat mit der Schere knapp über dem Boden, dann treibt Mizuna mehrfach wieder aus und liefert über Wochen Nachschub. Im Herbst ausgesät übersteht sie unter einem Vlies auch kräftige Fröste und versorgt dich bis in den Winter.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.5–78.0

Bodenart

humos, durchlässig, feucht, nährstoffreich

LichtHalbschatten
Sonnenstundenmind. 3 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKohlgewächse
WasserbedarfMittel

Mizuna mag einen lockeren, humosen Boden, der gleichmäßig feucht bleibt, aber gut abtrocknet — Staunässe verträgt sie nicht. Halte den Boden eher feucht, denn Trockenheit lässt sie schnell schossen.

Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär, Apr, Aug, Sep

Arbeite vor der Aussaat im Frühjahr (März/April) oder Spätsommer (August/September) reifen Kompost flach in den Boden ein. Auf mageren Böden gibst du etwas Hornspäne dazu. Bei gut vorbereiteter Fläche brauchst du während der kurzen Kultur meist nicht nachzudüngen — zu viel Stickstoff macht die Blätter weich.

Überwinterung

Mizuna ist einjährig und übersteht zwar leichte Fröste bis etwa -10 °C kurzzeitig, stirbt aber bei anhaltendem strengem Frost ab — säe sie jedes Jahr neu. Für eine Winterernte säst du ab September ins Frühbeet oder Kalthaus und deckst mit Vlies ab; im Frühjahr ziehst du ab Februar/März vor oder säst ab März/April direkt ins Freiland.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Mizuna vermehrst du ausschließlich über Aussaat — vegetative Methoden wie Teilung oder Stecklinge sind bei diesem einjährigen Blattgemüse nicht praxisüblich. Für eine Frühjahrskultur kannst du ab Februar im unbeheizten Gewächshaus oder Frühbeet vorziehen und ab März direkt ins Freiland säen; für eine Herbst- und Winterernte empfiehlt sich eine Saat von Juli bis September ins Gewächshaus. Direktsaat ins Beet ist die einfachste Methode: Lege die Samen etwa 1 cm tief in Reihen mit 15–25 cm Abstand und vereinzle später auf 5–10 cm Pflanzenabstand in der Reihe. Bei Bodentemperaturen um 15–20 °C keimen die Samen meist innerhalb einer Woche. Für eine laufende Ernte säe alle 2–3 Wochen nach (Staffelaussaat). Im Hochsommer solltest du mit Aussaaten zurückhaltend sein, da Mizuna bei Hitze und langen Tagen schneller schießt und bitter wird. Nach der Ernte — schneide die Blätter etwa 3–5 cm über dem Boden ab — treibt die Pflanze mehrfach nach und liefert weitere Schnitte.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel BuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohne und 30 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lippenblütler (Lamiaceae)

Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.

Zum Beispiel LavendelThymianBasilikumRosmarinSalbeiYsop und 31 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae)

Kapuzinerkresse dient als Fangpflanze. Blattläuse und Kohlweißling befallen lieber sie als die Kohlgewächse daneben.

Zum Beispiel KapuzinerkresseMashua

Quelle: Fangpflanzen-Praxis im biologischen Gartenbau

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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