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Brassica oleracea var. capitata f. acuta

Spitzkohl

Volksnamen: Spitzkraut, Zuckerhutkohl

Spitzkohl

Foto: Nina Gerlach · CC BY-SA 3.0 · Quelle

Beschreibung

Der Spitzkohl bildet lockere, kegelförmige Köpfe mit zarten, mild-süßen Blättern, die deutlich feiner schmecken als fester Weißkohl. Er reift früh und schnell, lässt sich darum gut als erster Kohl der Saison ziehen und ist roh wie gegart beliebt.

Pflegehinweise

Pflanze vorgezogene Setzlinge ab April mit gut einer Schrittlänge Abstand ins nährstoffreiche Beet und halte den Boden gleichmäßig feucht. Schütze die jungen Pflanzen mit einem Netz vor dem Kohlweißling und ernte die Köpfe ab Juni zügig, sobald sie fest sind, überreife Spitzkohlköpfe platzen leicht auf.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

lehmig, humos, feucht, nährstoffreich, kalkliebend

LichtVolle Sonne
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKohlgewächse
WasserbedarfHoch

Spitzkohl will einen tiefgründigen, lehmig-humosen Boden, der gleichmäßig feucht bleibt und Nährstoffe gut speichert. Ein kalkhaltiger Boden im pH-Bereich 6,5 bis 7,5 ist ideal — der höhere pH-Wert beugt zugleich der Kohlhernie vor. Auf leichten Sandböden arbeitest du reifen Kompost ein, damit der Boden Wasser besser hält.

Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.

Düngung

Starkzehrer

Arbeite schon im Herbst vor dem Anbau reifen Kompost ein. Kurz vor dem Auspflanzen im Frühjahr (März/April) gibst du flach nochmals Kompost dazu und mischst Hornspäne unter, die über die ganze Wachstumsphase langsam Stickstoff nachliefern. Etwa drei bis vier Wochen nach dem Auspflanzen versorgst du die Pflanzen mit verdünnter Brennnesseljauche, um den Bedarf während der Kopfbildung (Mai/Juni) zu decken. Ab Mitte Juni nicht mehr stickstoffbetont düngen, damit die Köpfe fest und lagerfähig bleiben.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel BuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohne und 30 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lippenblütler (Lamiaceae)

Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.

Zum Beispiel LavendelThymianBasilikumRosmarinSalbeiYsop und 31 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae)

Kapuzinerkresse dient als Fangpflanze. Blattläuse und Kohlweißling befallen lieber sie als die Kohlgewächse daneben.

Zum Beispiel KapuzinerkresseMashua

Quelle: Fangpflanzen-Praxis im biologischen Gartenbau

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Krankheiten & Schädlinge

2 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten. Erkennen und Vorbeugen stehen ausführlich im Lexikon.

SchädlinghochApr–Sep
Kleine Kohlfliege

Delia radicum

Die Kohlfliege legt ihre Eier am Wurzelhals von Kreuzblütlern ab, und die weißen Maden fressen die Wurzeln und Wurzelhälse an.

Mehr zu Kleine Kohlfliege
SchädlinghochMai–Sep
Großer Kohlweißling

Pieris brassicae

Der Große Kohlweißling ist der auffällige weiße Falter, dessen gelb-schwarze Raupen Kohlpflanzen in kurzer Zeit bis auf die Blattrippen abfressen.

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