Brassica oleracea var. botrytis 'Romanesco'
Romanesco
Volksnamen: Türmchenkohl, Pyramidenblumenkohl
Beschreibung
Der Romanesco ist die hübscheste Verwandtschaft von Blumenkohl und Brokkoli: Seine hellgrünen Köpfe wachsen in einer perfekten Spirale aus kleinen Kegeln. Geschmacklich ist er feiner und nussiger als Blumenkohl und ein echter Blickfang im Beet wie auf dem Teller.
Pflegehinweise
Setze die Jungpflanzen ab Mai mit reichlich Abstand in nährstoffreichen, festen Boden, Romanesco ist ein Starkzehrer und braucht eine gleichmäßige Versorgung. Gieße in Trockenphasen durchdringend, damit die Köpfe geschlossen bleiben, und schütze die Pflanzen mit einem Netz vor dem Kohlweißling. Ernte ab September, sobald die Spitze ihre typische Spirale voll ausgebildet hat.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, nährstoffreich, kalkliebend
Romanesco will einen tiefgründigen, lockeren Lehmboden, der Wasser gut hält, aber nicht staunass wird. Halte den pH-Wert im neutralen bis leicht kalkhaltigen Bereich (etwa 6,5–7,5) — das erschwert der Kohlhernie das Leben und verbessert die Nährstoffaufnahme. Arbeite vor der Pflanzung reichlich reifen Kompost ein; schwere, nasse Böden lockerst du mit Sand und grobem Kompost auf.
Kohlgewächse sind starkzehrend und anfällig für Kohlhernie — halte 4 Jahre Anbaupause ein und folge nicht direkt auf andere Kreuzblütler wie Radieschen oder Senf.
Düngung
Starkzehrer
Monate
Mär–Aug
Bereite das Beet einige Wochen vor der Pflanzung mit reifem Kompost und Hornspänen als Grundversorgung vor. Während der Wachstumsphase (etwa Mai bis August) deckst du den hohen Stickstoffbedarf mit organischen Nachdüngungen wie verdünnter Brennnesseljauche. Stelle die Stickstoffgaben rechtzeitig vor der Kopfbildung ein, damit der Kopf fest und aromatisch bleibt. Beim Herbstanbau gilt dasselbe Schema mit entsprechend früherer letzter Düngung.
Überwinterung
Romanesco ist einjähriges Gemüse und stirbt nach der Ernte ab — du überwinterst hier nichts. Ernte die Köpfe im Herbst vor dem ersten harten Frost und säe im nächsten Frühjahr neu aus.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
Romanesco wird ausschließlich über Aussaat vermehrt. Für eine Frühkultur ziehst du ab Ende Februar / Anfang März auf der Fensterbank oder im Frühbeet vor: Saattiefe ca. 1 cm, Keimtemperatur 15–18 °C, erste Keimlinge nach etwa einer Woche. Sobald die Keimlinge da sind, stellst du sie kühler (ca. 15 °C), damit sie nicht vergeilen. Nach den ersten echten Blättern – meist nach drei bis sechs Wochen, wenn die Jungpflanzen kräftig sind – pikierst du sie in Einzeltöpfe (Ø 9 cm) und härtest sie rund zwei Wochen ab, bevor du sie nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ins Freie auspflanzt. Halte reichlich Abstand: etwa 50 × 60 cm, denn Romanesco braucht viel Platz. Für eine Herbstkultur (Ernte Oktober/November) säst du von Mitte Mai bis Ende Juni direkt ins Beet oder ziehst nochmals vor. Da Romanesco bei Hitze schlechter keimt, wähle für die Sommeraussaat einen halbschattigen Platz und säe in den kühleren Abendstunden. Eine Direktsaat ist ab April möglich, aber die Voranzucht gibt dir einen Entwicklungsvorsprung und bessere Keimkontrolle. Bei Hybridsorten (F1) ist Sortentreue im Nachbau nicht gewährleistet – wenn du eigenes Saatgut gewinnen willst, wähle offene, samenfeste Sorten (z. B. ‚Precoce di Jesi') und vermeide Kreuzung mit anderen Kohlsorten.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
besonders bewährtHülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.
Zum Beispiel ErbseBuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbse und 31 weitere Arten im Katalog
Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)
Doldenblütler (Apiaceae)
Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.
Zum Beispiel MöhreDillPetersilieKnollenfenchelKorianderStangensellerie und 18 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Lippenblütler (Lamiaceae)
Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.
Zum Beispiel LavendelThymianBasilikumRosmarinSalbeiYsop und 31 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae)
Kapuzinerkresse dient als Fangpflanze. Blattläuse und Kohlweißling befallen lieber sie als die Kohlgewächse daneben.
Zum Beispiel KapuzinerkresseMashua
Quelle: Fangpflanzen-Praxis im biologischen Gartenbau
Lieber nicht
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