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Lathyrus odoratus

Duftwicke

Volksnamen: Edelwicke, Gartenwicke

Duftwicke

Beschreibung

Die Duftwicke ist eine einjährige Kletterpflanze mit zart duftenden Schmetterlingsblüten in Pastell- und kräftigen Tönen. Sie rankt an Zäunen und Obelisken empor und liefert von Juni bis September unermüdlich Schnittblumen. Achtung: Die Samen sind giftig und nicht zum Verzehr geeignet.

Pflegehinweise

Säe die Duftwicke ab März im Topf vor oder ab April direkt ins Freiland, weiche die harten Samen vorher über Nacht ein. Stelle ihr früh eine Rankhilfe bereit und gieße gleichmäßig. Schneide die Blüten laufend für die Vase, dann setzt sie immer wieder neue an. Ein halbschattiger Platz hält sie auch im Hochsommer blühfreudig.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.5–7.58.0

Bodenart

sandig, lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
WasserbedarfMittel

Pflanze sie in lockeren, tiefgruendigen und gut durchlaessigen Boden, am besten sandig-lehmig und humos mit reichlich reifem Kompost. Staunaesse vertraegt sie gar nicht, ein leicht kalkhaltiger, neutraler bis schwach basischer Boden kommt ihr entgegen.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär–Jul

Arbeite im Fruehjahr vor der Pflanzung reichlich reifen Kompost oder gut verrotteten Mist flach in den Boden ein, denn die Duftwicke moechte naehrstoffreich starten. Waehrend der Bluehphase haelst du sie mit Kompost und einem kaliumbetonten organischen Duenger in Schwung, aber halte dich mit Stickstoff zurueck, sonst treibt sie Blattmasse statt Blueten.

Überwinterung

Die Duftwicke ist einjährig und stirbt mit dem ersten Frost ab — überwintern lässt sie sich nicht, nur ihre Samen. Lass im Spätsommer einige Hülsen ausreifen, ernte die Samen, lager sie trocken und kühl und ziehe sie ab Februar/März drinnen vor oder säe ab März/April direkt ins Beet.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Die Duftwicke vermehrst du ausschließlich durch Aussaat — als einjährige Pflanze bildet sie keine Ausläufer, Zwiebeln oder Rhizome, die eine vegetative Vermehrung ermöglichen würden. Für eine Voranzucht beginnst du Ende Februar bis Anfang März: Die hartschaligen Samen kannst du vorab über Nacht in lauwarmem Wasser einweichen oder mit Schmirgelpapier leicht anrauen — beides beschleunigt die Keimung, ist aber nicht zwingend nötig, viele Sorten keimen auch unbehandelt zuverlässig. Säe sie einzeln 2–3 cm tief in tiefe Töpfe oder Anzuchtröhren, da Duftwicken früh kräftige Pfahlwurzeln bilden. Halte die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht nass. Bei etwa 15–18 °C keimen die Samen innerhalb von 1–3 Wochen. An einem hellen, kühlen Standort (um 10 °C) entwickeln sich kompakte, robuste Jungpflanzen — Wärme fördert zwar die Keimung, führt aber zu lang gestreckten, schwachen Trieben. Wenn die Pflänzchen etwa drei Blattpaare haben, kneifst du die Triebspitze aus, das fördert eine buschige Verzweigung. Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, pflanzt du ins Freiland an einem vollsonnigen Platz mit Klettergerüst. Alternativ funktioniert auch eine Direktsaat im Freiland ab Mitte März bis April; sie blüht dann etwas später. In milden Lagen ist sogar eine Herbstaussaat möglich — die ungekeimten Samen überstehen Fröste, und die Pflanzen wurzeln vor dem Winter gut ein und blühen früher. Um die Blütezeit zu strecken, kannst du alle vier Wochen nachsäen.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Kreuzblütler (Brassicaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel DillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKorianderStangensellerie und 18 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.

Zum Beispiel GurkeKürbisZucchiniEinlegegurkeButternutHokkaido und 14 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel PorreeSchnittlauchNarzisseRocamboleElefantenknoblauchRote Zwiebel und 10 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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