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Petroselinum crispum var. tuberosum

Petersilienwurzel

Volksnamen: Wurzelpetersilie

Petersilienwurzel

Beschreibung

Die Petersilienwurzel sieht der Pastinake ähnlich, schmeckt aber kräftig nach Petersilie und ist eine eigene Sorte der Petersilie, die ihre Kraft in die Wurzel legt. Sie gehört als Suppengrün in jeden Topf und lässt sich auch geröstet als Beilage genießen. Das Laub kann man wie Blattpetersilie verwenden, fällt aber gröber aus.

Pflegehinweise

Säe ab März bis Mai dünn in lockeren, tiefgründigen Boden und gedulde dich, die Keimung zieht sich über zwei bis drei Wochen. Halte die Erde feucht, vereinzle auf etwa Fingerbreite und hacke regelmäßig gegen Unkraut. Ernte ab Oktober; die frostharten Wurzeln können bis in den Winter im Boden bleiben und werden nach Frost milder.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.5–7.58.0

Bodenart

sandig, lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 5 h am Tag
WinterhärteWinterhart
FruchtfolgeDoldenblütler
WasserbedarfMittel

Brauchst du tief gelockerten, steinfreien Boden mit hohem Humusanteil — die Rübe braucht Tiefe und etwas Kalk. Schwere, verdichtete oder frisch gedüngte Böden lassen die Wurzel gabeln. Arbeite vor der Aussaat reifen Kompost ein.

Doldenblütler (Möhre, Sellerie, Pastinake) mittelzehrend — 4 Jahre Pause hält Möhrenfliege und Bodenpilze klein.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär, Apr, Jun

Im Frühjahr vor der Aussaat gut verrotteten Kompost und Hornspäne flach einarbeiten — das reicht für die ganze Saison. Verzichte während der Kultur auf weitere Düngung: zusätzlicher Stickstoff treibt nur das Laub und lässt die Wurzel verzweigen. Frischen Mist meiden, er begünstigt zudem die Möhrenfliege.

Überwinterung

Die Wurzeln sind winterhart und bleiben über den Winter im Beet, wo du sie bei frostfreiem Boden bis ins Frühjahr ernten kannst. Eine lockere Decke aus Laub, Reisig oder Stroh hält den Boden offen und schützt das Laub — nötig fürs Überleben ist sie im Tiefland aber nicht; alternativ kannst du die Wurzeln im Herbst ernten und in feuchtem Sand kühl und frostfrei einlagern.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Petersilienwurzel vermehrst du ausschließlich durch Aussaat — wie alle Doldenblütler bildet sie keine Ausläufer, Brutzwiebeln oder teilbaren Horste. Säe die Samen von März bis Mitte April direkt ins Freiland, sobald der Boden frostfrei und mindestens 6 °C warm ist; am zügigsten keimt sie bei 15–20 °C Bodenwärme. Reihenabstand 30–40 cm, Saattiefe 1–2 cm, dann leicht andrücken und gleichmäßig feucht halten. Die Keimung dauert zwei bis sechs Wochen — Geduld ist gefragt. Weichst du die Samen vorher 24 Stunden in lauwarmem Wasser ein, keimt es zuverlässiger und schneller. Nach dem Aufgehen auf etwa 10–15 cm Abstand in der Reihe vereinzeln. Eigenes Saatgut gewinnst du, indem du einzelne Wurzeln überwintern und im zweiten Jahr blühen lässt: Die Dolden reifen im Folgejuni/Juli ab — erst wenn die Samen beige bis braun sind, ernte und trockne sie nach. Bei F1-Hybriden ist Nachbau nicht sortenecht; bei samenfesten alten Sorten wie 'Halblange' klappt die Samengewinnung problemlos.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Doldenblütler und Lauchgewächse verwirren sich gegenseitig die Schädlinge (Möhrenfliege, Zwiebelfliege).

Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Korbblütler (Asteraceae)

Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.

Zum Beispiel StudentenblumeRingelblumeSonnenblumeEchte KamilleEichblattsalatEissalat und 56 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Sellerie und Dill vertreiben mit ihrem Duft den Kohlweißling, ein bewährter Nachbar für alle Kohlgewächse.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiGrünkohlBrokkoliBlumenkohlPalmkohl und 33 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel BuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohne und 30 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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