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Trifolium pratense

Rotklee

Volksnamen: Wiesenklee, Futterklee

Rotklee

Beschreibung

Der Rotklee ist eine mehrjährige, tiefwurzelnde Gründüngung, die über ihre Wurzelknöllchen kräftig Stickstoff im Boden anreichert und mit ihren rosa-purpurnen Blütenköpfchen Hummeln und Bienen über den ganzen Sommer versorgt. Als Untersaat oder einjährig genutzt lockert er verdichtete Böden und liefert viel Biomasse.

Pflegehinweise

Säe Rotklee von April bis Juni oder als Spätsaat im August direkt ins Beet und harke ihn flach ein; halte die Saat bis zur Keimung feucht. Mähe ihn ein- bis zweimal pro Saison, das fördert die Bestockung und die Stickstoffbindung. Arbeite ihn als einjährige Gründüngung im Herbst oder im folgenden Frühjahr flach ein, bevor er holzig wird.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.5–7.58.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, feucht

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 5 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Rotklee mag frische, tiefgründige, nährstoffreiche Lehm- und Tonböden mit gleichmäßiger Feuchte. Staunässe, saure Sand- und Moorböden sowie trockene, flachgründige Kalkverwitterungsböden sind nichts für ihn — kalkhaltige Böden an sich verträgt er aber gut. Liegt dein pH unter etwa 6, kalke im Herbst vor der Aussaat maßvoll auf.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Rotklee ist eine Leguminose und versorgt sich über Knöllchenbakterien selbst mit Stickstoff — dünge ihn deshalb nicht mit Stickstoff, das stört die Symbiose. Für Phosphor und Kalium kannst du im Frühjahr etwas reifen Kompost flach einarbeiten; auf mageren Böden hilft ergänzend etwas Gesteinsmehl. Eine nötige Kalkung gehört in den Herbst vor der Aussaat.

Überwinterung

Rotklee ist vollständig winterhart und braucht keinen Winterschutz — einfach stehen lassen, das Laub stirbt im Herbst ab und treibt im Frühjahr von selbst wieder aus. Auf schweren, nassen Böden den Standort durchlässig halten oder leicht auflockern, da er Winternässe schlechter verträgt als Frost.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Teilung

Rotklee vermehrst du am einfachsten durch Aussaat, die von Mitte März bis Ende August direkt ins Freiland möglich ist. Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit durchlässiger, mäßig feuchter Erde. Rotklee ist ein Lichtkeimer: Streue den Samen dünn auf die vorbereitete Oberfläche, drücke ihn nur an und bedecke ihn höchstens 0,5 bis 1 cm leicht mit Erde – tiefer keimt er schlecht. Bei warmem Boden (ab ca. 10 °C, optimal um 25 °C) zeigen sich die ersten Keimlinge nach gut einer bis zwei Wochen. Eine Frühjahrssaat nutzen Gärtner gern, damit die Pflanzen den ganzen Sommer zum Anwachsen haben; eine zweite Saat im Juli oder August ergibt kräftige Jungpflanzen fürs nächste Jahr. Da Rotklee kurzlebig ist (meist 2–3 Jahre), lohnt sich eine kleine Nachernte eigener Samen: Lass am Ende der Blüte einige vollständig ausgereifte Blütenköpfe abtrocknen und reibe die Samen heraus. Als zweite Methode kannst du ältere, gut eingewachsene Pflanzen im frühen Frühjahr teilen. Das ist allerdings nur bedingt einfach, weil Rotklee eine tiefe Pfahlwurzel bildet und keine ausläuferbildenden Horste wie mancher Staudenklee: Grab eine kräftige Mutterpflanze vorsichtig und möglichst tief aus, teile sie mit einem scharfen Spaten in wenige Stücke mit je genug Wurzel und Trieben und pflanze die Teile sofort wieder an einem vorbereiteten Platz ein. Diese Methode geht schneller als Aussaat, gelingt aber nur bei wüchsigen, mehrjährigen Pflanzen.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Kreuzblütler (Brassicaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel DillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKorianderStangensellerie und 18 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.

Zum Beispiel GurkeZucchiniEinlegegurkeButternutHokkaidoPatisson und 13 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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