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Trifolium repens

Weißklee

Volksnamen: Kriechender Klee, Weißer Wiesenklee

Weißklee

Beschreibung

Der Weißklee ist ein niedriger, kriechender Dauerklee, der über Ausläufer dichte, trittfeste Teppiche bildet und sich hervorragend als lebende Mulchdecke unter Obstbäumen oder als Wegbegrünung eignet. Über seine Wurzelknöllchen bindet er Stickstoff, und seine weißen Blütenköpfchen sind eine verlässliche Bienenweide.

Pflegehinweise

Säe Weißklee von April bis August dünn aus und harke ihn nur leicht ein, denn er ist ein Lichtkeimer; halte die Fläche bis zur Keimung feucht. Mähe oder mulche ihn bei Bedarf, das hält ihn dicht und blühfreudig. Als Dauerbegrünung braucht er kaum Pflege; soll er einer Folgekultur weichen, arbeite ihn im Herbst flach ein.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

lehmig, humos, feucht, durchlässig

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 4 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Weißklee mag frische, feuchte Lehmböden mit guter Humusversorgung und verträgt auch kalkhaltigen Boden gut. Staunässe und sehr trockene Sandböden meidet er; halte den pH besser nicht unter 6, sonst leiden die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien an den Wurzeln.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Als Leguminose versorgt sich Weißklee über seine Knöllchenbakterien selbst mit Stickstoff — zusätzliche Stickstoffgaben sind kontraproduktiv und hemmen die Knöllchenbildition, deshalb verzichtest du auf Horn- oder Mistgaben. Im Frühjahr reicht eine flach eingearbeitete Auflage aus reifem Kompost, um Phosphor und Kalium zu ergänzen, die die Knöllchen brauchen.

Überwinterung

Weißklee ist eine heimische, mehrjährige Staude und übersteht den DACH-Tiefland-Winter zuverlässig im Boden, ganz ohne Schutz. Er zieht im Herbst etwas ein und treibt im Frühjahr aus Stolonen und Pfahlwurzel wieder aus; im Winter nicht gießen und Staunässe vermeiden.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Ausläufer
  • Teilung

Weißklee lässt sich am einfachsten durch Aussaat vermehren. Säe die Samen von März bis April oder nochmals im August/September direkt ins Beet oder auf die Rasenfläche. Der Boden sollte mindestens 8 Grad warm sein. Streue die kleinen Samen gleichmäßig aus, drücke sie leicht an und bedecke sie allenfalls hauchdünn mit Erde. Weißklee ist ein Lichtkeimer, lege ihn maximal 0,5 bis 1 cm tief. Bei gleichmäßiger Feuchtigkeit keimen die Samen innerhalb von 7 bis 14 Tagen. Weißklee breitet sich zudem von selbst über kriechende Stolonen (Ausläufer) aus, die an jedem Knoten Wurzeln schlagen, sobald sie feuchten Boden berühren. Du kannst einzelne bereits bewurzelte Stolonen-Abschnitte abtrennen und an anderer Stelle einsetzen, am besten von Mai bis August, wenn die Ausläufer aktiv wachsen. Für eine Teilung hebst du eine etablierte Pflanze im Frühjahr heraus, zerteilst den Wurzelballen mit den Händen oder einem Spaten in mehrere Abschnitte und pflanzt diese sofort an den gewünschten Stellen ein. Halte neu gesetzte Pflanzen in den ersten Wochen gleichmäßig feucht.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Kreuzblütler (Brassicaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 34 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.

Zum Beispiel GurkeKürbisZucchiniEinlegegurkeButternutHokkaido und 14 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel KnoblauchSpeisezwiebelPorreeSchnittlauchNarzisseRocambole und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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